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erstellt von Administrator — zuletzt verändert: 08.08.2010 18:39
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Forschungslager Zwinglipass 2019

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 09.09.2019 07:49

Das Forschungslager 2019 fand vom 13. – 19. Juli statt. Der extreme Schneefall vom Winter 2018 / 2019 hat für uns langfristige Folgen, schliesslich liegt auf 2’000 m ü.M noch mächtig Schnee. Der Schnee behinderte die Befahrung etlicher bekannter Höhlen. So konnten in der Zone H, F, Z und R5 weder bekannte Höhlen weiter vermessen, noch neue entdeckt werden. Der Frust hat sich bereits im Vorfeld zum Lager gezeigt. Durch die Webcam auf der Zwinglipasshütte konnte die Schneesituation laufend verfolgt werden. So kam es auch, dass sich einige wegen dem Schnee vom Lager vorgängig abmeldeten. Zudem hatten wir seit Jahren das erste Mal wieder einige Tage Regen während dem Lager.

Trotz des Schnees und Regens konnten in diesem Lager wieder einige Pendenzen abgearbeitet werden. So wurde die tiefergelegene Zone K bearbeitet, in welcher 4 neue Höhlen entdeckt und vermessen werden konnten. Zudem wurden altbekannte Höhlen wieder neu entdeckt und lagemässig korrigiert, da unsere Vorgänger noch ohne GPS unterwegs waren. Die meisten Teilnehmer haben sich dieses Jahr aber vorwiegend der Schneehöhle, welche zum Glück offen war, angenommen. Die ganze Woche durch haben 3 Teams an unterschiedlichen Stellen neue Fortsetzungen erschlossen und vermessen. So konnten hier Erfolge erzielt werden. Doch leider muss gesagt werden, dass sich das Eis in der Schneehöhle unaufhaltsam zurückzieht.

Rückblickend dürfen wir sagen, dass wir doch eine super Woche auf dem Zwinglipass verbringen durften. Durch das tolle Hüttenteam wurden wir immer bestens verpflegt. Dies konnte mittels Webcam sogar von Daheimgebliebenen beobachtet werden.

Text: Rolf Sorg

Bilder folgen

Forschungslager Wägital 2019

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 19.08.2019 23:26

Das diesjährige Forschungslager Wägital vom 1.-7. August litt etwas unter Teilnehmerschwund und wurde zwischenzeitlich etwas sarkastisch als IVW (Invaliden-Verein Wägital) bezeichnet. Suboptimal war auch der verschobene Zeitpunkt, unmittelbar vor dem Nationalen Kongress in Interlaken. Trotzdem darf das Lager einmal mehr als gelungen betrachtet werden, was nicht zuletzt am Wetter lag, das uns insbesondere etliche schöne Abende bescherte. In der ‚neuen‘ Zone S (Mutteri) wurde eifrig prospektiert, was schlussendlich zu zwei fertigen Sektoren plus einem weiteren Geländestreifen im Bereich der Alpweiden bzw. Buschzone führte. Total wurden 15 Objekte ins Verzeichnis aufgenommen, darunter einige, die bereits unsere Vorgänger in den 80er Jahren markiert hatten. Der obere Bereich gegen die Durchgäng war aber offenbar jungfräulich und hier gelang mit dem Bermudaschacht auch eine schöne Entdeckung. Die ausgesprochen kalte Schachthöhle führt mal vorläufig bis auf -93 m und besitzt eine Ganglänge von 222 m. Eine Fortsetzung scheint aber möglich und so wurde bereits etwas Material deponiert. Auf ca. -80 m öffnet sich in diesem Schacht eine recht grosse Halle.

Ansonsten handelt es sich wie üblich um meist kleinere Objekte von maximal 30 m Tiefe. Gegenüber der letzten Jahre hatte es dieses Jahr auffallend viel Schnee in den Schächten und noch einige Restschneefelder im Gelände.

Total haben wir unter Tag mehr als 450 m vermessen plus zusätzlich 1 km Oberflächenvermessung.

Text: Andy Dickert, Fotos: Thomas Schulzki, A. Dickert

Fotos

Durchquerung Lachenstock-Höhlensystem

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 28.07.2019 18:47

Am Samstag 6. Juli 2019 trafen sich insgesamt 12 OGH-ler im Wägital zur 1. 'offiziellen' Durchquerung des Höhlensystems nach dem im letzten Jahr erfolgten Zusammenschluss. Die muntere Schar bewältigte bei recht heissem Wetter die 1000 Höhenmeter bis zum oberen Eingang, um dann in der Höhle die willkommene Abkühlung zu finden. Ein abwechslungsreicher Parcours führte über ungezählte Stufen, Schlüfe, Gegenanstiege, Labyrinthe, Kletterstellen usw. insgesamt 1.8 km durch den Berg, wo die Teilnehmer am unteren Eingang nach ca. 6 h wieder das Tageslicht erblickten - für die langjährigen Forscher des Höhlensystems nach insgesamt 20 Jahren Tätigkeit fast schon surreal! Das Lachenstock-Höhlensystem misst nun fast 10.5 km Länge und ist damit in den Top 20 der Schweiz. Zudem ist es die erste Höhle der östlichen Landeshälfte (abgesehen vom Muotatal) und die erste Höhle der OGH mit über 10 km Gesamtlänge.

Das dem Vernehmen nach ziemlich heftig-stürmische Gewitter hatten wir unter der Erde verpasst und wir konnten uns an einem schönen Sommerabend freuen - bei einem Glas Sekt, Bier, Cordon Bleu oder sogar einer Abkühlung im See.

Bilder

Text und Bilder: A. Dickert

Hochzeit am Walensee

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 03.06.2019 08:39
Hochzeit am Walensee

Sie sagten ja

Kürzlich erreichte Thomas nach der Überwindung mehrerer Engstellen die Ehehalle. Er wird in Bälde in das Forschungsgebiet am Walensee umziehen.

Wir wünschen den Beiden für die Zukunft alles Gute.

Text: Richard Graf

OGH-Osterausflug in den franz. Jura vom 19.-22.4.2019

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 02.05.2019 20:54
OGH-Osterausflug in den franz. Jura vom 19.-22.4.2019

Grotte de la Malatière

OGH-Osterausflug in den französischen Jura vom 19.-22.4.2019

Wiederum brach eine muntere und heterogene Schar von ca. 20 OGH-lern zur Osterzeit auf und besuchte einige Höhlen im franz. Département Doubs. Hervorragendes Quartier hatten wir im Chambres d'hôtes 'Les Charmettes' in Rang bzw. auf einem Zeltplatz bei L'Isle-sur-le-Doubs.

Wir haben gelernt, dass….

  • das Wetter an Ostern im Jura auch mal vier Tage durchwegs schön sein kann mit bereits frühsommerlichem Temperaturniveau. Die sonst üblichen Schlammorgien bei Regen, Schnee und Graupel waren so gaaanz weit weg...
  • unser Präsident zum Spezialist für aquatische Angelegenheiten mutiert ist
  • keinem Höhlenbeschrieb zu trauen ist, den man nicht selber gefälscht hat
  • die Bedeutung von 'feuchter Engstelle' durchaus flexibel zu interpretieren ist
  • ganz viele Teilnehmer vielleicht gerade oder wegen des schönen Wetters dringend eine Abkühlung brauchten und entweder freiwillig oder unfreiwillig ein Bad nahmen
  • Eingänge zu grossen Höhlen einfach zugeschüttet sein können
  • Lehm-/Wasser-Floating sich als neue Sportart etablieren könnte
  • es an einem Ostersonntag in dieser Gegend ein Ding der schieren Unmöglichkeit schien, irgendwo in einer Beiz ein Bier zu bekommen oder ein geöffnetes Restaurant zu finden
  • die Lieferung des Pizzakuriers die Teilnehmerschar offenbar vor unlösbare Probleme stellte
  • auch Wiedereinsteiger mit etwas den äusseren Umständen angepasster Ausrüstung den richtigen Tritt im Mäandergang schnell wieder finden können
  • und noch vieles mehr - eventuell, hoffentlich…

 

Besuchte Höhlen: Grotte des Orcières, Grotte du Creux de la Roche, Grotte de la Malatière, Grotte de la Tuilerie, Rivière Soutérraine de Lanans.

Herzlichen Dank an Simone für die sicher nicht immer einfache Organisation des Ganzen!

 

Text: Andy Dickert

Bilder: Diverse

1. SGH-Höhlenfotografie-Workshop in Vallorbe (FR)

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 24.01.2019 20:22
1. SGH-Höhlenfotografie-Workshop in Vallorbe (FR)

Grotte Vallorbe

Exakt am selben Datum wie der OGH-Mitgliederversammlung fanden sich fünf OGH-Mitglieder am 1. SGH-Höhlenfotografie-Workshop ein. Während zwei Tagen konnten wir unter fachkundiger Anleitung des Ausnahmefotografen Philippe Crochet in der Grotte Vallorbe unser Können bei der Höhlenfotografie unter Beweis stellen. Zurück bleiben einige herausragende Fotos, Erinnerungen an spannende Vorträge, eine gemütliche Unterkunft mit Jacuzzi sowie zwei gesellige Abende mit SGH-Kameraden.

Foto: Andreas Schwarz
Text: Adrian Ochsenbein

Forschungslager Wägital 2018

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 29.10.2018 21:14

Das diesjährige Forschungslager Wägital bescherte uns vom 4.-10.8.2018 viel schönes und vor allem sehr heisses Wetter. Manche Teilnehmer wissen nun ganz bestimmt, wie sich Durst anfühlt! Infolge der Trockenheit gestaltete sich die Wasserversorgung zum ernsten Problem. Die wenigen gewittrigen Regenschauer brachten erst zum Schluss der Woche eine leichte Entspannung.

Das gute Wetter ausnützend, wurde vor allem viel Gelände prospektiert und rekognosziert. Entgegen den Erwartungen erwiesen sich die letzten beiden Sektoren im Rederten-Karrenfeld als sehr höhlenarm und waren bald abgeschlossen. Überraschenderweise fanden wir ausserhalb des Karrenfeldes in Richtung Redertengrat neben kleineren Objekten eine weitere Mittelhöhle, die Salamanderhöhle mit 56 m Länge und ordentlichen Dimensionen. Im neuen Gebiet, den Muttericharren, wurden die ersten Objekte erforscht und vermessen.

Ein nicht unerheblicher Aufwand und Einsatz von Hammer und Bohrmaschine war dieses Jahr nötig, um im KAO-Schacht den Schnee- und Eiswall im Eingangsbereich überhaupt zu überwinden - eine Überraschung am ansonsten heissesten Tag des Jahres! Der letzte Schlot ausgehend auf etwa -100 wurde bis in 56 m Höhe geschlossert (bei total 69 m vermessener Schlothöhe). Dann führt eine Traverse in NW-Richtung erneut zu einer spaltartigen Schachtserie. Diese führt über Stufen à 13 und 10 m in die Tiefe, eher die Sache unpassierbar eng wird. Somit ist der KAO-Schacht nach 13 Jahren Bearbeitungszeit mit 1'592 m Gesamtlänge abgeschlossen.

Daneben fand die obligate Grabtour in der Lufthüttenhöhle statt und das imposante Schwalbenkopfloch wurde für eine Fototour besucht. Zwei Forscher nahmen den weiten Weg zum Lachenstock-Karrenfeld auf sich, um den Zapfenzieher K15 neu einzurichten und ein Barryvox-Gerät im Hinblick auf eine mögliche Verbindung zur Lachenstockhöhle zu installieren.

Fazit aber: Das Gebiet Rederten ist weitgehend abgeschlossen und wir werden nächstes Jahr überwiegend in eine ganz andere Richtung starten - kürzer sind dort die Anmarschwege jedoch keineswegs!

Text: Andy Dickert

Heirat in der OGH

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 29.04.2019 08:53

Nachdem bereits im letzten Jahr zwei OGH-Mitglieder geheiratet haben, folgte auch dieses Jahr eine weitere Hochzeit von OGH-Mitgliedern. Am 21. September haben sich Christian S. und Simone B. das Jawort gegeben. Wir wünschen dem frischgebackenen Ehepaar alles Gute für die Zukunft.

Forschungslager Sulzfluh 2018

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 23.10.2018 10:58
Seit mittlerweile über 10 Jahren findet auf der Tilisunahütte im Rätikon (Vorarlberg) ein traditionelles Forschungslager mit Höhlenforschern aus der Schweiz und dem Vorarlberg statt.
Forschungslager Sulzfluh 2018

Rachenhoehle 3, Engstelle auf -160 Meter

Obwohl die ganz grossen Erfolge heuer vielleicht ausgeblieben sind, wurde mit dem erfolgreichen Tauchgang im Endsiphon des Weissplatten-Höhlensystems in über 500 m Tiefe ein grosses Kapitel in der Erforschung dieser Höhle abgeschlossen.

Bereits in den 80er Jahren wurde der Siphon über die damals noch Mäanderhöhle getaufte Höhle erreicht und seither wurde über eine mögliche Fortsetzung spekuliert. Im Rahmen der Forschungswoche 2018 gelang es schliesslich, den Siphon erfolgreich bis in eine Tiefe von über 10 m zu betauchen. Leider endet der grosse Siphonsee an einer verschlammten, nicht betauchbaren Engstelle. Der weitere Verlauf des unterirdischen Baches, welcher die tiefsten Höhlenteile durchfliesst, bleibt also bis auf weiteres verborgen.

Im Bereich des Regenschachtes im WP-System konnte schönes Neuland über teils spektakuläre Schlotaufstiege erforscht werden. Die teilweise beachtlich grossen Gänge enden jedoch jeweils an Sedimentverschlüssen.

Die weiteren Aktivitäten im WP-System konzentrierten sich auf die Erkundung von Schloten im Bereich des Stollwerks bzw. im Höhlenteil Antidepressivum - leider mit wenig Erfolg. Der Höhlenteil "Schlot der Guten Hoffnung" wurde komplett ausgebaut.

Im Bereich der Weissplatte wurde die Oberflächenprospektion weitergeführt und es konnten mehrer Kleinhöhlen neu erforscht werden.

In der Rachenhöhle 6 (2113/160) konnte der Kl. Rachenschacht bis in rund 170 m Tiefe bis zu einer bewetterten Engstelle erforscht werden. Ob es hier gelingt, weiter in die Tiefe der Sulzfluh vorzustossen, wird das nächste Lager 2019 zeigen. Die Rachenhöhle 6 stellt seit heuer eine weitere Grosshöhle im Bereich der Sulfluh dar.

Im Bereich des Rachens konnte zudem eine neue Mittelhöhle mit einer schönen, grösseren Halle entdeckt werden. Die Höhle wurde bereits ansatzweise erforscht und vermessen, Fortsetzungen sind vorhanden.

Aktuelle Basisdaten Weissplatten-Höhlensystem:

Länge: 4140 m, Höhendifferenz: - 512 m

Bilder: diverse Fotografen

 

Mit dabei: B. Hartmann, C. Fritz, A. Klampfer, W. Eberle, A. Münger, Y. Weidmann, F. Fleury, R. Lutz, E. Mäder, M. Honegger, M. Bovey

Euro Speleo 2018 in Ebensee/A

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 05.09.2018 11:58

Rund 700 Speläos aus über 20 Länder trafen sich vom 23. bis 26. August am Traunsee im Salzkammergut. Über 30 (OGH: 7) aus der Schweiz. Länger nicht mehr gesehene Gesichter tauchten auf oder bei der Höhlenbar oder auf Exkursionen lernte man neue Leute kennen. So erfuhr ich z.B. die finnische Definition einer Höhle: Wenn drei Leute unter einem Felsvorsprung stehen können, dann ist das eine Höhle.

Gespräche rund um die Ausstellungen von Material, Fotos und Höhlen-Arbeiten unterschiedlichster Richtungen der Höhlenforschung förderten den Kontakt. Vorträge (in 4 Vortragsräumen, an 3 Tagen) aus allen Bereichen der Höhlenforschung zeigten auf, dass die Freuden und Leiden unseres Hobbys weltweit ähnlich sind.

Exkursionen (von Schauhöhle bis zu sehr schwierigen Höhlentouren) vor, während und nach dem Kongress bereicherten das umfangreiche Programm.

Das Wetter machte fast mit. Am Samstagnachmittag begann es zu regnen und erst am Sonntagmittag schlossen sich die Wasserhähne wieder.

So hiess es nach drei interessanten und abwechslungsreichen Tagen zum Schluss: «Tschüss bis 2019 am Sinterlaken, 2020 in Breitscheid oder 2021 in Lion»

Mehr unter: http://www.eurospeleo.at/DEvenue.html

Zwinglipasslager 2018

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 09.08.2018 19:38

Haupttätigkeiten des diesjährigen Lagers waren die weitere Erforschung des Höhlensystems Z7/F10. Im Teil F10 wurden noch einige offene Fortsetzungen («Prophetengang»: 49.5 m - +24 m, der Gang «letzte Hoffnung»: 12 m) untersucht und vermessen. Total: 649 m; -192 m. Dieser Teil (F10) des Systems ist nun fertig erforscht.

Im Z7 wurde der Teil «Cochonmaladroit» mit 78 m fertig bearbeitet. Im Westgang wurden weitere Fortsetzungen bearbeitet und vermessen: 56 m. Das System Z7/F10 – ein Name wird noch gesucht – misst nun rund 1800 m bei einer Tiefe von -250 m. Nach der Säntishöhle (HCA/AGN), der Schneehöhle (OGH/AGN) ist dies nun die dritte, im Alpstein, bekannte Höhle mit über 1000 m Gesamtlänge.

In der Schneehöhle lief im Februar 2018 innert kurzer Zeit der See ab. Während des Lagers wurde der horizontale Teil neu vermessen und die Gänge, die nach oben führen, neu eingerichtet und vermessen. Verschiedene Spuren (Bergseile in Eissäulen, Spit mit Alu-Plättchen, u.s.w.) weisen auf Begehungen vergangener Jahre hin. Da das Eis in den letzten Jahren stark schmolz, ist eine Neuvermessung der Höhle nötig. Bis zum Ende des Lagers wurden rund 650 m Länge und ± 150 m Höhendifferenz der Höhle neu vermessen.

In der Zone H befand sich in den Schächten noch recht viel Schnee und der Eingang des Kuhlochs war ganz mit Schnee verschlossen. So entschlossen wir uns, die Zone R5 zu prospektieren. Bei einer frühren Begehung des Gebietes mit Martin Fischer (HCA) bemerkte er, dass die Höhlen «Super Canyon» (R5/009) und«Inselschacht» (R5/025) die letzten Höhlen sind, die von ihrer Seite her bearbeitet wurden. Rund 10 Höhlen (Länge zwischen 10 - 90 m) wurden gefunden und teilweise vermessen. Auch hier machte uns der Schnee Sorgen. Einige Eingänge lagen am Rande eines Schneefeldes. Das Schmelzwasser bildete nach kurzer Zeit einen Wasserfall und die Höhle konnte nicht mehr begangen werden. Rolf meinte: «Ich kenne jetzt die Schwachstellen meines PVC-Kombis».

Höhlentouren und Seilübungen im Klettergarten der Zwinglipasshütte mit Gästen oder Interessenten (Tatjana, Jan, Daniela) rundeten das erfolgreiche, niederschlagsarme (1 mm am Dienstag) Forschungslager 2018 ab.

 

Text: R. Graf

Bilder: diverse Fotografen

Ardèche-Ausflug 2018

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 09.06.2018 10:30
Ardèche-Ausflug 2018

Enger Eingang

Während des diesjährigen Ardéche-Ausfluges konnten wieder einmal einige Höhlen-Klassiker wie der Aven Rochas und der Aven du Solitaire befahren werden. Dank guten Kontakten zu lokalen Höhlenforschern war es uns auch möglich, ein paar Neuentdeckungen mit unberührtem Sinterschmuck zu besuchen. Ebenso durften auch die warmen Abende mit französischem Wein und lokalen Spezialitäten nicht fehlen. An dieser Stelle noch einmal besten Dank an Herrn S. für die Organisation der Ferienwoche.

Text & Bild: Adrian Ochsenbein

Fossilien im Alpstein

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 10.05.2018 14:13
Ausstellung im Naturmuseum St. Gallen vom 5.5 - 14.10.2018

Alpstein-Fossilien werden schon seit mehr als 200 Jahren gesammelt und untersucht. Bisher fehlte eine aktuelle Zusammenstellung der hier vorkommenden Versteinerungen. Diese liegt nun vor mit dem Werk «Fossilien im Alpstein – Kreide und Eozän der Nordostschweiz», herausgegeben von Peter Kürsteiner und Christian Klug. Das Buch bildet die Basis für die gleichnamige Sonderausstellung. Zu sehen sind ausgewählte Objekte und Fotografien von im Alpstein vorkommenden Fossilien der Kreidezeit und der frühen Erdneuzeit.

Ein fünf Meter breites Panorama der Alpstein-Nordseite und 12 grossformatige Aufnahmen aus dem Alpstein, fotografiert von Marcel Steiner, zeigen eindrückliche Aspekte dieses gemäss dem Zürcher Geologen Albert Heim (1849-1939)  «vermutlich schönsten Gebirges der Welt»

Vernissage Fr. 4. Mai 2018 um 19.00Uhr

Einführung zur Ausstellung Toni Bürgin

Nähere Angaben:




Osterausflug 2018, Franche-Comté

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 06.04.2018 22:04
Osterausflug 2018, Franche-Comté

Source du Lison

Der diesjährige OGH-Osterausflug führte uns nach Nans-sous-Sainte-Anne im Franche-Comté. Trotz dem angesagten, wechselhaften Wetter fanden sich 15 Vereinsmitglieder (davon sechs Kinder) zu dem Wochenende in Frankreich ein. Während mit den Kindern kleinere Touren in die Grotte Baudin und in Kleinhöhlen unternommen wurden, befuhren die anderen Schachthöhlen wie die Gouffre de la Baume Sainte-Anne und die Gouffre de Vaux. Trotz des sehr wechselhaften Wetters herrschte bei allen eine super Stimmung. Besten Dank an Frau B. für die Organisation des tollen Wochenendes!

Text & Foto: Adrian Ochsenbein

Putzaktion in der Chappelihöhle (Amden/SG)

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 20.11.2017 18:58

Die diesjährige Putzaktion führte uns in die Chappelihöhle, die an der Strasse Weesen – Amden liegt. Bei einer früheren Inspektion der Höhle, am 22. Oktober 2016 durch Andy Dickert und Thomas Stehrenberger wurde einiges an Abfall festgestellt und dokumentiert. Thomas (Höhlenschutzbeauftragter OGH) kontaktierte deswegen die Gemeinde Amden. Beide Seiten hatten ein Interesse daran, den Abfall aus der Klufthöhle zu entfernen. Die Gemeinde Amden stellte deshalb eine Mulde für den Abfall zur Verfügung und OGH Mitglieder räumten aus der rund 30m tiefen Schachthöhle den Abfall aus. 10 OGH-ler trafen sich am Samstag 11.11.2017 beim Bahnhof Wesen. Gemeinsam fuhren wir zum Parkplatz, der von der Gemeinde für uns extra abgesperrt wurde. Die ersten Sicherungsseile wurden befestigt und los ging die Arbeit. Peter Luginbühl, Peter und Valentin Schoch, Dani Thomas und Thomas Huber seilten bis zum ersten Boden ab und begangen den Abfall in die Big-Back-Säcke zu werfen, die anschliessend vom Zugteam (Maja Honegger, Angi Wenger, Thomas Stehrenberger, Andy Dickert und Richi Graf) ans Tageslicht gezogen wurden. Anschliessend konnte der Inhalt in die rund 20m vom Eingang entfernte Mulde befördert werden. Nicht vergessen wurde der untere Boden, auf dem auch noch einiges an Abfall lag. Wie der Abfall (Velorahmen, Kunstoffbehälter, Eisenstangen, Radio, Bildschirmröhre, Autopneu und weiteres mehr) in die nicht leicht zugängliche Höhle kam, löste verschiedene Diskussionen aus. Wir nehmen an, dass vor dem Bau der neuen Strasse und der nahen Felsgalerie der Zugang einfacher war. Somit dürfte der Abfall schon seit Jahren in der Höhle rumgelegen haben.

Text: Richard Graf, Thomas Stehrenberger

Bilder

Foto-Session in der Furliwasserhöhle

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 12.11.2017 17:20

Noch kurz vor dem Wintereinbruch nutzte ein Dreierteam die Gelegenheit, bei besten Verhältnissen am 4.11.2017 zu einer Fototour in die Furliwasserhöhle bei Unteriberg aufzubrechen. Nachdem die Höhle erst im letzten Jahr neu topographiert wurde, fehlten noch einige Bilder zur Vervollständigung der Dokumentation. Diese soll nun in der 1. Ausgabe 2018 der 'Höhlenpost' erscheinen.

Die Bilder zeigen vor allem sehr schöne phreatische Profile dieser lebendig-aktiven Höhle.

Text und Fotos: Andy Dickert

Ardèche-Ausflug 2017

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 06.04.2018 22:07
Ardèche-Ausflug 2017

Baume de Salène

Der traditionelle Ardèche-Ausflug erfolgte dieses Jahr erstmalig im Herbst. Auch dieses Mal reiste eine muntere Erwachsenen- und Kinderschar nach Südfrankreich. Da unser angestammter Campingplatz in der Herbstzeit geschlossen hat, mussten wir mit dem Campingplatz La Rouvière in der Ardèche-Schlucht vorlieb nehmen. Bei sommerlichen Temperaturen konnten wir mit den Kindern einige Höhlen-Klassiker in der Region besuchen. Daneben war es uns möglich, dank langanhaltender Trockenheit Höhlen zu besuchen, die normalerweise durch Wasser verschlossen bleiben. In diesen Höhlen gab es gigantische Höhlensäle und unberührten Sinter zu bestaunen. Neben riesigen Welsen (Siluridae) ist der zunehmende Kohlenstoffdioxid-Gehalt in den Höhlen der Region ein ernsthaftes Problem. Während einige wegen der angriffslustigen Welse Albträume hatten, machten andere den Kohlenstoffdioxid-Gehalt in den Höhlen für die vereinzelt vorkommenden, morgendlichen Kopfschmerzen verantwortlich. Vermutlich liegt der Ursprung dieser Kopfschmerzen vielmehr in dem allabendlichen Konsum von südfranzösischem Süsswein… An dieser Stelle noch einmal besten Dank an Herrn S. für die Organisation der Ferienwoche.

Bilder

Text: Adrian Ochsenbein
Bild: Andreas Schwarz

Forschungslager Sulzfluh 2017

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 10.09.2017 19:09
Bereits zum 10. Mal fand heuer das traditionelle Forschungslager an der Tilisunahütte im Rätikon statt. Es nahmen 13 Teilnehmer aus Vorarlberg, Schweiz und Deutschland an der Woche teil.
Forschungslager Sulzfluh 2017

Tilisunahütte im Septemberschnee

Bei anfänglich winterlichen Bedingungen und damit verbundenen "Spaltenstürzen" am Karstplateau wurde hauptsächlich im Bereich des Rachens an der Sulzfluh sowie im Weißplatten-Höhlensystem weitergeforscht. Insgesamt konnten so über 800 m an neuen Höhlenteilen dokumentiert werden, wobei der Großteil der Vermessungsmeter auf das Weißplatten-Höhlensystem, sowie eine neue große Höhle an der Sulzfluh entfallen. Die so genannte Rachenhöhle 3 wurde erst heuer im Sommer entdeckt und konnte nun im Rahmen der Forschungswoche auf knapp 400 m Ganglänge bei über 100 m Tiefe erforscht und vermessen werden. Ein großer bewetterter Canyonschacht darf noch auf das nächste Lager warten..

Im Weißplatten-Höhlensystem musste der ursprünglich Plan, den Endsiphon zu betauchen, auf Grund der starken Wasserführung verworfen werden. Während die Weiterforschung in den Schloten des Biwakgangs eher ernüchternde Ergebnisse brachte, führte ein kleines, unscheinbares Wandfenster im Regenschacht zu ausgedehntem Neuland. Zahlreiche größere Fortsetzungen sowie ein schöner Siphonsee motivieren bereits jetzt, nächstes Jahr wieder zu kommen!

Aktuelle Basisdaten Weißplattenhöhlensystem:

  • L: 3985 m
  • H: -502 m

Bilder: M. Bovey, A. Klampfer

Teilnehmer: A. Klampfer, C. Fritz, Y. Weidman, M. Bovey, F. Fleury, A. Münger, E. Mäder, M. Mäder, B. Hartmann, W. Eberle, S. Kohler, W. Reusens, M. Bäumle

Forschungslager Wägital 2017

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 29.08.2017 20:39

Die Woche vom 5.-11.8.2017 verbrachten wiederum einige OGH-Mitglieder und zwei Gäste in der Lufthütte und damit im Wägital-Forschungslager – und wissen nach diesen Tagen einiges Spannendes über verschiedene Wettersituationen zu berichten.

Summa summarum gab es auch einen Tag, an dem es nicht regnete… Unter den gegebenen Umständen haben wir einiges erreicht. Prospektiert wurde ein Sektor im Rederten-Karrenfeld, der jeweils 1.5 h Anmarsch und 550 m Aufstieg bedeutete. Er erwies sich als recht höhlenreich. Eine Höhle überraschte mit ziemlich grossen Dimensionen und einem regelrechten Gletscher im tiefen Bereich. Einige Objekte mussten aber offen bleiben für eine Bearbeitung zu einem späteren Zeitpunkt. Prospektiert wurde auch eine grössere Fläche in den sagenhaft unwegsamen Urwäldern oberhalb und westlich der Lufthütte. Dabei wurde ein Objekt neu gefunden und vermessen und zusammen mit dem schon seit langem bekannten S10 gibt es zwei weitere bearbeitete Objekte in dieser Zone.

Der KAO-Schacht erfuhr gleich zu Lagerbeginn regen Besuch. Ganz zuoberst in der Jojo-Tortour wurden noch die letzten Meter technisch erschlossen und vermessen, wobei die Gesamtlänge auf über 1.5 km stieg. Beim Ausstieg gerieten die zwei Forscher dann im P.50 in einen überraschend heftigen Hochwassereinbruch, was zur Blockade einer Person führte. Die bereits zur nächtlichen Stunde in der Lufthütte alarmierten Kollegen eilten mit speziell wasserdichter Ausrüstung zur Hilfe, doch gelang dem blockierten Forscher der Aufstieg in der Zwischenzeit aus eigener Kraft. Eine weitere Tour galt dann dem Ausrichten der Jojo-Tortour.

Auch bei der bekannten Grabstelle in der Lufthüttenhöhle wurde wieder eifrig gegraben. Dazu wurde aber in diesem Jahr noch eine kleine Fortsetzung vermessen und eine ausgiebige Fotossession durchgeführt. Als Gast dabei hatten wir die Journalistin Heidi Peruzzo, die einen Artikel über unsere Tätigkeiten schreiben wird.

Die letzten, nicht prospektierten Flächen im Rederten-Karrenfeld sind klein geworden. Aber wir werden auch nächstes Jahr sicher noch den langen Weg ein paar Mal unter Füsse nehmen müssen.

Text: Andy Dickert

Bilder

Höhlen in Island

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 23.07.2017 16:39
Höhlen in Island

Grjótagjá

Während den Sommerferien zweier OGH-Exponenten besuchten diese ein paar Höhlen auf Island. In der Region Mývatn konnten die Höhlen Grjótagjá, Stóragjá sowie eine weiter ungenannte Höhle besucht werden. Diese Höhlen befinden sich in einer geologischen Verwerfungszone zwischen den Kontinentalplatten von Nordamerika und Eurasia. Die geothermale Aktivität sorgt für eine Erwärmung der Höhlenseen. Das glasklare Wasser hat eine Temperatur von 30–40° C und lädt zum Baden ein. Unweit von diesen warmen Höhlen befinden sich weitere Höhlen mit deutlich geringeren Höhlentemperaturen. Diese Höhlen liegen im Permafrostboden und verfügen während dem ganzen Jahr über beachtliche Eisskulpturen im Höhleninnern.

Text & Foto: Adrian Ochsenbein

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Monatshöck Oktober 02.10.2019 19:00 - 21:30 — Museum Graphos, Zeughausareal Uster
Rettungsübung der Kolonne 7 19.10.2019 - 20.10.2019 — Toggenburg
Monatshöck November 06.11.2019 19:00 - 21:30 — Museum Graphos, Zeughausareal Uster
Barbara-Höck am Barbara-Tag 04.12.2019 19:00 - 21:30 — Museum Graphos, Zeughausareal Uster
Rettungsübung der Kolonnen 7 & 9 10.01.2020 - 12.01.2020
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