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erstellt von Administrator — zuletzt verändert: 08.08.2010 18:39
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Putzaktion in der Chappelihöhle (Amden/SG)

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 20.11.2017 18:58

Die diesjährige Putzaktion führte uns in die Chappelihöhle, die an der Strasse Weesen – Amden liegt. Bei einer früheren Inspektion der Höhle, am 22. Oktober 2016 durch Andy Dickert und Thomas Stehrenberger wurde einiges an Abfall festgestellt und dokumentiert. Thomas (Höhlenschutzbeauftragter OGH) kontaktierte deswegen die Gemeinde Amden. Beide Seiten hatten ein Interesse daran, den Abfall aus der Klufthöhle zu entfernen. Die Gemeinde Amden stellte deshalb eine Mulde für den Abfall zur Verfügung und OGH Mitglieder räumten aus der rund 30m tiefen Schachthöhle den Abfall aus. 10 OGH-ler trafen sich am Samstag 11.11.2017 beim Bahnhof Wesen. Gemeinsam fuhren wir zum Parkplatz, der von der Gemeinde für uns extra abgesperrt wurde. Die ersten Sicherungsseile wurden befestigt und los ging die Arbeit. Peter Luginbühl, Peter und Valentin Schoch, Dani Thomas und Thomas Huber seilten bis zum ersten Boden ab und begangen den Abfall in die Big-Back-Säcke zu werfen, die anschliessend vom Zugteam (Maja Honegger, Angi Wenger, Thomas Stehrenberger, Andy Dickert und Richi Graf) ans Tageslicht gezogen wurden. Anschliessend konnte der Inhalt in die rund 20m vom Eingang entfernte Mulde befördert werden. Nicht vergessen wurde der untere Boden, auf dem auch noch einiges an Abfall lag. Wie der Abfall (Velorahmen, Kunstoffbehälter, Eisenstangen, Radio, Bildschirmröhre, Autopneu und weiteres mehr) in die nicht leicht zugängliche Höhle kam, löste verschiedene Diskussionen aus. Wir nehmen an, dass vor dem Bau der neuen Strasse und der nahen Felsgalerie der Zugang einfacher war. Somit dürfte der Abfall schon seit Jahren in der Höhle rumgelegen haben.

Text: Richard Graf, Thomas Stehrenberger

Bilder

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Foto-Session in der Furliwasserhöhle

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 12.11.2017 17:20

Noch kurz vor dem Wintereinbruch nutzte ein Dreierteam die Gelegenheit, bei besten Verhältnissen am 4.11.2017 zu einer Fototour in die Furliwasserhöhle bei Unteriberg aufzubrechen. Nachdem die Höhle erst im letzten Jahr neu topographiert wurde, fehlten noch einige Bilder zur Vervollständigung der Dokumentation. Diese soll nun in der 1. Ausgabe 2018 der 'Höhlenpost' erscheinen.

Die Bilder zeigen vor allem sehr schöne phreatische Profile dieser lebendig-aktiven Höhle.

Text und Fotos: Andy Dickert

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Ardèche-Ausflug 2017

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 19.10.2017 19:23
Ardèche-Ausflug 2017

Baume de Salène

Der traditionelle Ardèche-Ausflug erfolgte dieses Jahr erstmalig im Herbst. Auch dieses mal reiste eine muntere Erwachsenen- und Kinderschaar nach Südfrankreich. Da unser angestammter Campingplatz in der Herbstzeit geschlossen hat, mussten wir mit dem Campingplatz La Rouvière in der Ardèche-Schlucht vorlieb nehmen. Bei sommerlichen Temperaturen konnten wir mit den Kindern einige Höhlen-Klassiker in der Region besuchen. Daneben war es uns möglich, dank langanhaltender Trockenheit Höhlen zu besuchen, die normalerweise durch Wasser verschlossen bleiben. In diesen Höhlen gab es gigantische Höhlensäle und unberührten Sinter zu bestaunen. Neben riesigen Welsen (Siluridae) ist der zunehmende Kohlenstoffdioxid-Gehalt in den Höhlen der Region ein ernsthaftes Problem. Während einige wegen der angriffslustigen Welse Albträume hatten, machten andere den Kohlenstoffdioxid-Gehalt in den Höhlen für die vereinzelt vorkommenden morgendlichen Kopfschmerzen verantwortlich. Vermutlich liegt der Ursprung dieser Kopfschmerzen vielmehr in dem allabendlichen Konsum von südfranzösischem Süsswein… An dieser Stelle noch einmal besten Dank an Herr S. für die Organisation Ferienwoche.

Text: Adrian Ochsenbein
Bild: Andreas Schwarz

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Forschungslager Sulzfluh 2017

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 10.09.2017 19:09
Bereits zum 10. Mal fand heuer das traditionelle Forschungslager an der Tilisunahütte im Rätikon statt. Es nahmen 13 Teilnehmer aus Vorarlberg, Schweiz und Deutschland an der Woche teil.
Forschungslager Sulzfluh 2017

Tilisunahütte im Septemberschnee

Bei anfänglich winterlichen Bedingungen und damit verbundenen "Spaltenstürzen" am Karstplateau wurde hauptsächlich im Bereich des Rachens an der Sulzfluh sowie im Weißplatten-Höhlensystem weitergeforscht. Insgesamt konnten so über 800 m an neuen Höhlenteilen dokumentiert werden, wobei der Großteil der Vermessungsmeter auf das Weißplatten-Höhlensystem, sowie eine neue große Höhle an der Sulzfluh entfallen. Die so genannte Rachenhöhle 3 wurde erst heuer im Sommer entdeckt und konnte nun im Rahmen der Forschungswoche auf knapp 400 m Ganglänge bei über 100 m Tiefe erforscht und vermessen werden. Ein großer bewetterter Canyonschacht darf noch auf das nächste Lager warten..

Im Weißplatten-Höhlensystem musste der ursprünglich Plan, den Endsiphon zu betauchen, auf Grund der starken Wasserführung verworfen werden. Während die Weiterforschung in den Schloten des Biwakgangs eher ernüchternde Ergebnisse brachte, führte ein kleines, unscheinbares Wandfenster im Regenschacht zu ausgedehntem Neuland. Zahlreiche größere Fortsetzungen sowie ein schöner Siphonsee motivieren bereits jetzt, nächstes Jahr wieder zu kommen!

Aktuelle Basisdaten Weißplattenhöhlensystem:

  • L: 3985 m
  • H: -502 m

Bilder: M. Bovey, A. Klampfer

Teilnehmer: A. Klampfer, C. Fritz, Y. Weidman, M. Bovey, F. Fleury, A. Münger, E. Mäder, M. Mäder, B. Hartmann, W. Eberle, S. Kohler, W. Reusens, M. Bäumle

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Forschungslager Wägital 2017

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 29.08.2017 20:39

Die Woche vom 5.-11.8.2017 verbrachten wiederum einige OGH-Mitglieder und zwei Gäste in der Lufthütte und damit im Wägital-Forschungslager – und wissen nach diesen Tagen einiges Spannendes über verschiedene Wettersituationen zu berichten.

Summa summarum gab es auch einen Tag, an dem es nicht regnete… Unter den gegebenen Umständen haben wir einiges erreicht. Prospektiert wurde ein Sektor im Rederten-Karrenfeld, der jeweils 1.5 h Anmarsch und 550 m Aufstieg bedeutete. Er erwies sich als recht höhlenreich. Eine Höhle überraschte mit ziemlich grossen Dimensionen und einem regelrechten Gletscher im tiefen Bereich. Einige Objekte mussten aber offen bleiben für eine Bearbeitung zu einem späteren Zeitpunkt. Prospektiert wurde auch eine grössere Fläche in den sagenhaft unwegsamen Urwäldern oberhalb und westlich der Lufthütte. Dabei wurde ein Objekt neu gefunden und vermessen und zusammen mit dem schon seit langem bekannten S10 gibt es zwei weitere bearbeitete Objekte in dieser Zone.

Der KAO-Schacht erfuhr gleich zu Lagerbeginn regen Besuch. Ganz zuoberst in der Jojo-Tortour wurden noch die letzten Meter technisch erschlossen und vermessen, wobei die Gesamtlänge auf über 1.5 km stieg. Beim Ausstieg gerieten die zwei Forscher dann im P.50 in einen überraschend heftigen Hochwassereinbruch, was zur Blockade einer Person führte. Die bereits zur nächtlichen Stunde in der Lufthütte alarmierten Kollegen eilten mit speziell wasserdichter Ausrüstung zur Hilfe, doch gelang dem blockierten Forscher der Aufstieg in der Zwischenzeit aus eigener Kraft. Eine weitere Tour galt dann dem Ausrichten der Jojo-Tortour.

Auch bei der bekannten Grabstelle in der Lufthüttenhöhle wurde wieder eifrig gegraben. Dazu wurde aber in diesem Jahr noch eine kleine Fortsetzung vermessen und eine ausgiebige Fotossession durchgeführt. Als Gast dabei hatten wir die Journalistin Heidi Peruzzo, die einen Artikel über unsere Tätigkeiten schreiben wird.

Die letzten, nicht prospektierten Flächen im Rederten-Karrenfeld sind klein geworden. Aber wir werden auch nächstes Jahr sicher noch den langen Weg ein paar Mal unter Füsse nehmen müssen.

Text: Andy Dickert

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Höhlen in Island

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 23.07.2017 16:39
Höhlen in Island

Grjótagjá

Während den Sommerferien zweier OGH-Exponenten besuchten diese ein paar Höhlen auf Island. In der Region Mývatn konnten die Höhlen Grjótagjá, Stóragjá sowie eine weiter ungenannte Höhle besucht werden. Diese Höhlen befinden sich in einer geologischen Verwerfungszone zwischen den Kontinentalplatten von Nordamerika und Eurasia. Die geothermale Aktivität sorgt für eine Erwärmung der Höhlenseen. Das glasklare Wasser hat eine Temperatur von 30–40° C und lädt zum Baden ein. Unweit von diesen warmen Höhlen befinden sich weitere Höhlen mit deutlich geringeren Höhlentemperaturen. Diese Höhlen liegen im Permafrostboden und verfügen während dem ganzen Jahr über beachtliche Eisskulpturen im Höhleninnern.

Text & Foto: Adrian Ochsenbein

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Zwinglipasslager 2017 mit grosser Überraschung

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 02.09.2017 10:13
Zwinglipasslager 2017 mit grosser Überraschung

Verbinungspunkt Z7_F10 (Foto: S.Ziegler)

Inzwischen ist das Zwinglipasslager 2017 bereits wieder Vergangenheit. Trotz des Hüttenum- /anbau konnten wir das Lager durchführen. Einige der Teilnehmerinnen/Teilnehmer übernachteten im von Peter aufgestellten Tippi. Die restlichen in der Zwinglipasshütte (teilweise im, am Montag aufgerichteten, Neubau). Das Wetter war wie gewohnt schön, ausser in der Nacht von Mittwoch zum Donnerstag fiel Regen.

Das Kuhloch (D11) ist nach wie vor nicht fertig. Während des Lagers stiessen wir weiter vor und die Höhle weist nun eine Länge von 298m und eine Tiefe von -47m auf. Die Fortsetzung sieht sehr vielversprechend aus.

Eine Kleinhöhle (D12) mit einer Länge von 27m, im Bereich der Schneehöhle, wurde während des Lagers vermessen.

Zone H: Hier wurden einige Schächte erforscht und vermessen. Während einer Prospektionstour wurden noch zwei weitere erkundet. Die Zone liegt auf 2100 m ü.M. und der Schnee verstopft die Schächte. Diese Zone werden wir in Zukunft eher im Herbst bearbeiten. Trotzdem konnten die nachfolgenden Objekte fertig vermessen werden.

H4 L=95m T=-48m; H9 L=26m T=-26m

Z7 – F10: Der Höhepunkt erreichte uns am Mittwoch, als 4 verschmutzte Höhlenforscher still und leise zur Hütte kamen. Die neugierigen und fragenden Blicke der Anderen wurden kaum beachtet. Doch plötzlich kam die Nachricht aus dem Munde der Forscher. Es ist geschafft!

Was in der Höhlenpost Nr. 145/2014 (S. 30-31) als Hoffnung beschrieben wurde, ist Realität. Die Schachthöhle Z7 und die Schachthöhle F10 sind verbunden. Entstanden ist ein Grosshöhlensytem von 1549m Länge und einer Tiefe von -240m. Gratulation allen Grabern, Schachteinrichtern und Vermessern in den beiden Höhlen.

Schneehöhle: Der Rückgang des Eises in den letzten Jahren veränderte die Höhle ziemlich stark. Aus diesem Grund entschlossen wir uns die Höhle neu zu vermessen. Weil sich der See im unteren Teil wieder aufstaute, beschränkte sich die Vermessungsarbeit auf den Teil bis zum See.

Untersuchungen Schneehöhle: Im Herbst 2016 bauten wir in der Schneehöhle einen Drucksensor ein und legten eine Leitung an die Oberfläche. Per GSM werden die Daten (Druck, Temperatur) an den Server übermittelt und wir wissen nun wann sich der See bildet und wieder entleert.

Link:

Im vergangenen Winter fiel der Schnee spät und weil im April/Mai der Niederschlag in Form von Schnee und nicht als Regen fiel, ist der See dieses Jahr nicht so hoch gestiegen, wie in den Jahren zuvor.

Link Niederschlagsmesser: https://www.hoellochforschung.ch/index.php/component/jumi/cl-chart?val1=64&val2=63&days=9

2016 installierten wir in der Eishöhle am Chraialpfirst 2 Temperaturlogger. Die Auswertung während des Lagers zeigte, dass die Temperatur in der Eishöhle am Chreialpfirst rund 5ºC höher ist als in der Schneehöhle. Das Eis in der Eishöhle ist praktisch verschwunden.

Text: Richard Graf, Rolf Sorg

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OGH-Pfingstausflug

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 11.06.2017 20:55

Der OGH-Pfingstausflug in den Jura durfte letztendlich bei besserem Wetter stattfinden, als ursprünglich befürchtet, hingegen mussten wir aufgrund der Niederschläge auf die grössten Highlights verzichten. Inkl. Kind & Kegel besuchten 18 Nasen diverse Höhlen (Pré d'Aubonne, Gouffre de la Pachamama, ...) über deren Pläne und Installationen Patrick Durrer, Präsident der Sektion SCVJ (Vallée de Joux) bereitwillig Auskunft erteilte. Ein herzlicher Dank geht hiermit an die organisierenden Buchfrauen und Buchmänner!

Text: Stephan Bileter

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Höhlen im Zürcher Oberland

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 03.08.2017 06:39

Mitglieder der OGH und der AGS-Regensdorf suchen für einmal nicht in den ausgedehnten Karstgebieten nach Höhlen, sondern in den Hügeln des Zürcher Oberlandes. Besser als Hügel wäre die Bezeichnung Tobel, denn die Eingänge zu den Höhlen liegen meistens am Ende eines Tobels. Dort stürzt der Bach über eine Felswand (Gubel) herunter. Durch Auswaschung der weicheren Mergelschichten bildeten sich im Laufe der Jahrhunderte die sogenannten Nagelfluhhöhlen (auch Konglomerat-Höhlen).

Für einmal sind die Kantonsgrenzen nicht die Grenzen des zu bearbeitenden Gebiets. Das angrenzende Goldingertal (Kt. SG) oder das östlich des Hörnli gelegene Aubachtal (Kt.TG) sollen mit in die Arbeit einfliessen.

Es war eher eine Schnapsidee, die alten Daten aus den verstaubten Archivschränken des Archivs - Ost wieder zu holen und als Ergänzung oder Erneuerung zu den vergriffenen Heften „Höhlen im Tösstal“ (Ausg. 1968/1971/1978) und „Erlebnis Tösstal“ (1998) ein neues Heft herauszugeben. Schwerpunkt sollen die Zugänge und Beschreibungen der Höhlen sein.

Erste Abklärungen ergaben eine breite Zustimmung. So machten wir uns an die Arbeit und konnten alsbald erste Resultate aufweisen. Die Täuferhöhle und das Hagheerenloch und die Tätschgubel wurden neu vermessen und begutachtet. In die Leeberghöhle, das Isaraloch, das Hagheerenloch und die Tätschgubel wurden Fototouren unternommen. Selten erhielt man bis heute einen so schönen (Foto) - Blick in die Höhlen, weil die Besucher von damals die Ausrüstung für gute Fotos nicht hatten. Verschiedene kleinere Objekte wurden besucht und der Zustand dokumentiert.

Bei der Übertragung der Daten in das Geographische-Informationssystem (QGIS) stellten wir Differenzen zu den Angaben der Landestopographie fest. Beim Besuch der Höhlen stellten wir weitere Differenzen fest. Wir werden dies klären. Liest man die Zugangsbeschreibung von unseren Kollegen aus den 1960er Jahren, so stellt man fest, dass sich seither einiges veränderte. Zu den bekannteren Höhlen führen heute Wanderwege mit entsprechender Beschilderung. Die Namen der Höhlen veränderten sich im Laufe der Jahre ebenfalls (z.B. Höhle am Hüttkopf –> Brandenfelshöhle) oder die Namen auf der Landeskarte änderten. (z.B. Lehberg –> Leeberg oder Gubeltäsch/Schwarzengubel -> Tätschgubel).

Wie weiter? Eigentlich müsste jedes OGH- oder AGS-R - Mitglied in den nächsten Wochen eines der 1000 Tobel begehen und jeden Gubel oder Giessen begutachten und dokumentieren. Ein Beispiel: Die Wanderung von Wila über Hohlandenberg und Alt Landenberg nach Bauma dauert rund 2,5 Std.. Wir benötigten 5 Std., weil es im Tobel des Chämerlibachs Giessen hat, die genauer angeschaut werden mussten. Eine Drohne wäre da hilfreich und zeitsparend gewesen.

Die Bilder zeigen erste Ergebnisse unserer Tätigkeit im Zürcher Oberland.

 

Text: Richard Graf

Fotos: Adrian Ochsenbein, Andy Dickert, Andreas Schwarz, Mirjam Widmer, Richard Graf

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Frauenpower in der Höhle in der Lufthütte

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 10.04.2017 17:14
Frauenpower in der Höhle in der Lufthütte

Frauenpower

Am Wochenende fand die letzte Winter-Forschungstour in der Höhle in in Lufthütte statt. Die Forschergruppe hatte einen für die OGH rekordverdächtig hohen Frauenanteil und es konnten zwei Gruppen gebildet werden. Während die eine Gruppe an der Grabstelle weiterarbeitete, erkundete und vermass die andere Gruppe einen neuen Höhlenteil mit einem ebenso rekordverdächtig engen Mäander. Mit einem geselligen und gemütlichen Abend in der Lufthütte wurde die Winterforschung für diese Jahr abgeschlossen.

Text: Adrian Ochsenbein

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Forschungsnews aus dem Wägital / Kt. SZ

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 10.03.2017 13:28

Die vergangene Forschungssaison 2016 verlief im Wägital ausgesprochen erfolgreich. Mittlerweile zählen wir in diesem Karstgebiet 442 Höhleneingänge und eine Gesamtlänge aller Höhlen von über 35 km. Allein 2016 verzeichneten wir einen Zuwachs von 1912 m. An allen Ecken und Enden scheint es weiterzugehen. Neben diesen an und für sich positiven Tatsachen, bedeutet dies aber auch, dass viele Objekte nun immer länger / tiefer werden und alles andere als anfängertauglich sind…

Der KAO-Schacht erhielt einigen Besuch, war doch das Ziel, die Höhle abzuschliessen und in der aktuellen Stalactite-Nr. zu publizieren. Dieses Ziel wurde nicht erreicht! Ein vermeintlich kurzer Schlot mauserte sich zum eigenständigen Zubringerast, der 110 m über dem Ausgangspunkt nun nur noch 80 m unter der Oberfläche liegt. Ein Zusammenhang mit etwas weiter höher gelegenen Objekten ist nicht mehr nur Utopie. Bei einer weiteren Tour wurde der tiefste Höhlenteil ausgerichtet und ein paar Mehrblitz-Fotos geschossen. Der Zusammenschluss mit dem NE-Gang konnte ebenfalls recht schnell und mit befriedigender Genauigkeit realisiert werden. Die Gesamtlänge beträgt nun 1487 m.

In der Höhle in der Lufthütte fanden mehrere, meist anspruchsvolle Touren statt. Neuland wurde v.a. in den tagfernen Teilen (Out of Limits und Lehmbrücke) gewonnen. Total sind wir nun bei 3504 m Länge angelangt. Noch warten zahllose Schlote und einige arg verlehmte Gänge auf die Erforschung und Vermessung. Die Rettungsübung der Kolonne 7 im Juni zeigte einmal mehr schonungslos die Schwierigkeiten auf, die sich in dieser Höhle bei einem Unfall ergeben würden. Eine spannende Aktion war auch der Einsatz des UGPS-Gerätes (durch SISKA, Pierre-Yves Jeannin). Wir wissen jetzt den Endpunkt des Miraculix-Ganges auf der relativ nahen Oberfläche sehr genau. Graben nach einem künstlichen Eingang ist hier jedoch aus verschiedenen Gründen (noch) keine Option.

Nur eine Tour fand in der Lachenstockhöhle statt – dafür im hintersten Bereich und ziemlich effizient. Dabei wurden stattliche 163 m erkundet/vermessen (total nun 7185 m) und festgestellt, dass ‚Scherben bringen Glück‘ als schöner, phreatischer Gangzug unbeirrt weiterführt. Der Kurs geht in Richtung eines bereits vor über 10 Jahren erkundeten Schachtes weit oben im Karrenfeld. Ein möglicher Zusammenschluss lockt und das Potenzial in diesem abgelegenen Sektor ist offenbar noch gross. Unser Ziel bleibt, 2018 eine Gesamtdokumentation über diese längste Höhle im Wägital zu erstellen.

Aberenhöhle: Dieses Loch hatten wir schon fast abgeschrieben – doch führte ein Seitengang zu einem 25 m-Schacht und dann in ein grösseres Gangsystem mit vielen Kieseln und noch mehr Lehm. Vom neu tiefsten Punkt auf -161 m geht es wieder aufwärts mit viel Tropfsteinschmuck (alles verlehmt), doch endet der Gang natürlich auch im Lehm. Die Höhle ist angesichts des überaus anhänglichen Lehms nicht mehr so angenehm zu befahren. Aktueller Stand: 869 m Länge.

Das benachbarte Schwalbenkopfloch galt seit 1998 als abgeschlossen. Im Anschluss an eine Abfallentsorgungstour wurde dank Scurion-Beleuchtung jedoch eine grössere Fortsetzung erspäht und nach einer langen Traverse erschlossen. In mehreren Einsätzen gelang es, die Gesamtlänge fast zu verdoppeln auf aktuell 1386 m. Wir erreichten einen neuen, höchsten Punkt, nur noch knapp unter der Oberfläche. Nun allerdings bleiben zum Erforschen nur noch materialintensive, technische Klettereien, von denen man sich einen nicht mehr allzu grossen Längenzuwachs erhoffen darf. Die Tiefe der Höhle ist nun bei 180 m.

Text Andy Dickert

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OGH-Herbstausflug französischer Jura

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 10.12.2016 12:36

Am 19. und 20.November 2016 trafen sich 17 mehr oder weniger erfahrene OGH-Mitglieder in Baume-les-Dames im Französischen Jura. Natürlich durften die Kinder zweier einschlägiger Familien mit auf die Reise. Als Unterkunft diente eine nette Gîte im Baume-les-Dames mit dem Namen La Capitainerie. Das Ziel war es eine Auswahl an Höhlen zu besuchen, deren Schwierigkeitsgrade den entsprechenden Teilnehmenden entsprechend gewählt werden können. Der magische Ruf zweier Hot-Spots in der Region konzentrierte jedoch die Interessen der Speleos. Somit besuchten wir am Samstag die nicht allzu grosse aber sehr schone Grotte du petit siblot. Diese Grotte bot mit ihren hübschen Schächten und schönen Hallen für jeden etwas. Am Sonntag wagten sich dann alle, jedoch mit unterschiedlichen Zielen, in die Gouffre de Pourpevelle. Dort fanden Schachtliebhaber, Wasserratten, Blitzgewittersüchtige und Geniesser alles was ihr Herz begehrte. Ein tolles Wochenende bei gutem Wetter mit genialen Höhlenbesuchen geht in die OGH Analen ein...

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Text und Bilder: Andreas Schwarz

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Der unterirdische See auf dem Zwinglipass

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 15.10.2016 16:12

Die Schneehöhle auf dem Zwinglipass fasziniert wegen seiner Eisgebilde im unteren Höhlenteil. War dieser Teil in den 1980er-Jahren verschlossen, öffnete sich der Zugang in den 1990er-Jahren. Seither wird die Höhle beobachtet.

Im Juli 2015 folgte die grosse Überraschung: Kurz vor dem horizontalen Teil stiessen wir auf einen See, der jedes Weiterkommen verhinderte. Anfangs September 2015 war der See wieder abgelaufen.

Im Juli 2016 war natürlich die Frage, ob sich wiederum ein See gebildet hat? Ja er hat sich. Aufgrund der Vergleiche der Niederschlagsdaten 2015 zu 2016 hatten wir vor dem Einstieg in die Höhle das ungute Gefühl, zumal der übliche Luftzug fehlte.

Nun wollten wir natürlich wissen, ob sich der See bis anfangs September wieder entleerte oder nicht. Der Seespiegel sank bis zum 3. Sept. nur um ca. 70 cm und die Eissäule war sichtbar (Bild 002).

3 Wochen später stiegen wir wieder ein. Diesmal waren wir auf alles vorbereitet. Markus trug seinen Trockenanzug hinauf und bevor wir zur Höhle aufstiegen, testeten wir, ob die Steigeisen an die Füsslinge des Anzugs angepasst werden können. - Sie konnten-. Schliesslich waren wir beide froh, dass die Schlepperei umsonst war, der See war abgelaufen (Bild 004 zeigt die Säule aus Bild 002 von hinten) und die Eisformationen waren noch vorhanden.

Auf dem See bildete sich eine ca. 5 mm dicke Eisschicht. Aufgrund der Spuren die der See hinterlassen hat, gehen wir von einer Seegrösse von rund 80m (Länge) 12m (Breite) und 10m (Tiefe) aus. Die grösste Seetiefe beträgt 25m.

Die an diesem Tag beim Gangende gemessene Temperatur betrug 1.1ºC – Ausserhalb der Höhle betrug die Temperatur 10.3ºC.

Im Herbst werden wir an tiefsten Punkt (Bild 005) einen Drucklogger montieren, damit wir laufend über den Wasserstand in der Höhle informiert sind. Die Daten werden per GSM zum Server übertragen.

Die Eisflächen ändern sich dauernd. So war der Gang (Bild 007) vor drei Jahren eisfrei. Ende September 2016 konnten wir nicht aufsteigen.

Text: Richard Graf

Bilder: Simone Hale, Markus Hasenfratz, Richard Graf

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OGH-Kalender 2017

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 06.10.2016 08:41
OGH-Kalender 2017

Kalender 2017

Auch für das kommende Jahr gibt es wieder einen OGH-Kalender. Dieser enthält zwölf Fotos unserer Fotografen Andres Schwarz und Andreas Dickert. Der Kalender kann für unschlagbare SFr. 25.- bei Stephan Billeter bestellt werden. Einsendeschluss für die Bestellung ist der 6. November 2016.
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Forschungslager Wägital 2016

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 11.08.2016 20:17
Forschungslager Wägital 2016

Prospektion

Das nunmehr 7. Wägital-Forschungslager in der Lufthütte fand vom 30.7.-5.8.2016 statt. Wir profitierten von mehrheitlich guten Wetterverhältnissen.

Es wurde eifrig prospektiert, durch die Karrenfelder gehüpft, gemessen und geschlossert. Entsprechend den meist recht hohen Temperaturen sorgten die gut gekühlten Biere und ein Wassermelonen-Salat nach einem heissen Tag in den Karren für die kulinarischen Höhepunkte.

Systematisch prospektiert wurden grössere Streifen im Löcherenwald und in den Redertencharren – jeweils mit sehr unterschiedlichen Resultaten bezüglich neu gefundener Objekte. Erneut konnten 12 Objekte neu ins Verzeichnis aufgenommen werden, wobei nur eine Höhle mit 63 m Gesamtlänge den Kleinhöhlenstatus überschreitet. Diese Höhle verläuft als zusätzliche Besonderheit gänzlich in den Drusbergschichten. Im KAO-Schacht konnte ein wichtiger und bereits im letzten Jahr sich abzeichnender Ringschluss vermessen werden. Ein Schlot wurde ca. 60 m hoch geschlossert und entwickelt sich mehr und mehr zum parallel verlaufenden Schachtast. Die Gesamtlänge liegt nun bei ca. 1400 m. Auch im Projekt X wurden nochmals 200 m in Seitengängen erforscht, doch hat sich der Traum von einem Zusammenschluss mit einer weiteren Grosshöhle verflüchtigt. Bei der Tour fanden wir ca. 70 m unter der Oberfläche einen erst seit kurzer Zeit toten Dachs. Der Hochwassereinbruch (verursacht durch ca. 40 mm Niederschlag innert 30 Min.) war eindrücklich, jedoch dank der guten Einrichtung kein Problem. Untertags wurden total ca. 550 m topographiert. Dazu gesellen sich noch gut 800 m Oberflächenvermessung.

Auch in unserem ‚hauseigenen‘ Grabobjekt in der Lufthüttenhöhle wurde weitergearbeitet. Dazu installierten wir eine Pumpe, die das in der Grabstelle regelmässig anfallende Wasser effizient absaugt.

Das ganze Lager verlief abgesehen von einigen obligaten Beulen, Blasen und Kratzern ohne nennenswerte Zwischenfälle. Bereits werden Pläne geschmiedet für künftige Unternehmungen, die Winterforschungen und natürlich das Lufthüttli-Lager 2017!

Text: Andy Dickert

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Zwinglipasslager 2016

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 10.08.2016 14:39

Geplant war, vor dem eigentlichen Lager drei Tage auf dem Pass Verschiedenes vorzubereiten. Doch für einmal hatten die Wetterfrösche mit ihren Prognosen recht. Der Mittwoch (13.7.) war noch erträglich, doch der Donnerstag (14.7.) bescherte uns rund 10cm Neuschnee und der Zustieg zu den Höhlen war zu gefährlich.

Die Sonne schaute am Samstag wieder durch die Wolken und unsere Kollegen erschienen auf dem Pass. Bald hatten sich alle eingerichtet und die Sucherei ging los. So fehlten Peter plötzlich die Stiefel. Alles suchen nütze nichts und ein Verdacht bestätigte sich schlussendlich. Wurde während des Lagers etwas vermisst, kam bald die Antwort: «Frag David!». Der Grund, David zog Peters Stiefel an.

In der Schneehöhle wurden die Temperaturlogger ausgetauscht und mit der Vermessung begonnen. In den Monaten Mai/Juni fiel wie letztes Jahr rund 410mm Regen und der untere Teil der Schneehöhle war überflutet. Wir werden Drucksonden installieren um feststellen zu können, ab wann sich der See im unteren Höhlenteil bildet.

Bereits am Samstag wurde eine erste Häxloch-Tour gestartet, der Eingangsschacht eingerichtet und das Disto in der Solothurnerhalle geeicht. Die folgenden Tage waren durch lange, herausfordernde und kräfteraubenden Touren bestimmt. Dabei wurde im Regenschlot zuhinterst im Flugschneisen-Mäander hoch geschlossert und dieser anschliessend vermessen. Leider konnten keine befahrbaren Fortsetzungen gefunden werden. Damit war die Arbeit im Flugschneisen-Mäander beendet und dieser wurde auf der letzten Tour ausgerichtet. Insgesamt wurden 4 Touren ins Häxloch unternommen.

Im Z7 bestand das erste Ziel im Durchgraben des Sedimentpfropfens im Picknickgang. Dahinter führt die Fortsetzung steil aufwärts und wird leider nach 10 Metern von einem Felsbrocken versperrt, der trotz mehreren Zerlegungsversuchen nicht beseitigt werden konnte. Der deutlich Luftzug und der Blick dahinter motivieren zu einem weiteren Versuch, diese Engstelle zu bezwingen. Unterhalb der Teehalle wurde die Galerie P vermessen. Sie führt zurück in den blockigen Weg. Hinter der Teehalle konnte der Hagelgang erklettert und vermessen werden, bis er nicht mehr begehbar ist. Bei der vierten Expedition wurde im Pingpong-Schacht ein voluminöser Gang entdeckt, der den Namen cochon maladroit erhielt, und seine ersten 50 m vermessen.

In einer ersten Expedition im F10 wurde die Engstelle im Rüebligang mit Hammer und Meissel vergrössert bis ein durchkommen möglich war. Anschliessend konnte der dahinter liegende Abschnitt mit 25m vermessen werden, bis eine erneute Engstelle den Weg versperrte. In einer zweiten Expedition konnte die mit Sedimenten blockierte Fortsetzung durchgraben werden.  Der Vorstoss endet an einem von Winterablagerungen verengten Loch, durch das ein starker Luftzug Richtung Ausgang bläst. Dahinter wird aufgrund des Halls ein grösserer Raum vermutet.

Die Kaltzithöhle (F4) wurde innert zwei Tagen neu vermessen. In der Höhle konnten neue unbekannte Gänge und Schächte entdeckt werden, so dass die Höhle nun eine Länge von 102m aufweisst.

Prospektion in Zone H. Insgesamt konnten 8 Eingänge lokalisiert werden. Die beiden Höhlen H1 und H8 wurden fertig vermessen. Beide mit je 17m. H1 eine kurze Schachthöhle welche in eine enge Spalte mündet, welche nicht weiter begehbar ist. Der H8 befindet sich in eine Spalte, welche weiter unten durch Blöcke versperrt ist. Die Spalte muss aber mit dem nahegelegenem H4 zusammenhängen, da die Räumungsarbeiten aus dem H4 durch die Blöcke hörbar waren. Bei H4 wird eine sehr grossräumige Höhle vermutet, dies aufgrund der langen Klangserie bei Steinwurf. Der Einstieg ist aber sehr Steinschlag gefährdet, dass aktuell noch keine Befahrung möglich war. Der Eingang konnte soweit geräumt werden, dass mit weiteren Sicherungsmassnahmen das nächste Mal eine Befahrung möglich wird.

Texte: Michel Bösch, David Stadler, Rolf Sorg, Fredy Fleury, Richard Graf,

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Filmen im Alpstein

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 02.08.2016 21:53
Filmen im Alpstein

Bereit für den Einstieg zum Filmen

Viktor Rohner produziert eine Filmreihe im dem der Alpstein eine zentrale Rolle spielt. Jeden Tag wird eine Wanderung unternommen und einem speziellen Thema gewidmet. Am 22. Juni lautete das Thema «Höhlen».

Rolf Sorg und Richi Graf fuhren am Morgen auf den Säntis und trafen im Rest. Alter Säntis die Filmschaffenden. Vom Höhlenfotografieren her sind wir uns gewohnt, dass solche Projekte zeitintensiv sind. So liessen wir die Wanderzeiten auf den Wegweisern unbeachtet und wanderten über den Lisengrat zum Rotsteinpass. Natürlich immer mit Zwischenhalten zwecks filmen. Die Vorbesprechungen mit allen Beteiligten führten dazu, dass wenige Sequenzen wiederholt werden mussten.

Auf dem Rotsteinpass wurden wir vom Wirtepaar Anita und Albert Wyss-Rusch empfangen und verköstigt. Gestärkt zogen wir zwischen 45 Steinböcken hindurch Richtung Altmannsattel weiter. Albert Wyss schaufelte in den reichlich vorhanden Schnee einen Weg und somit kamen wir ohne grösseren Probleme auf dem Altmannsattel an.

Oben angelangt,sahen wir den erwarteten Schnee. Rolf stieg etwas schneller ab um nach zu schauen, welcher Höhleneingang eventuell offen ist. Wir hatten Glück. Dank Höhlenwind und erwärmten Karstgestein war der Eingang zum F10 frei. Als Kameramann Andi mit Höhlenkombi und Helm eingekleidet bereitstand stieg er mit Rolf in die Höhle ein. Rund 25 m konnte ohne techn. Ausrüstung begangen werden.

Viktor interviewte Richi über die Höhelnforschung im allgemeinen und die Forschung auf dem Zwinglipass. Rolf präsentierte sich als Model mit der entsprechenden Ausrüstung die so gezeigt und erklärt werden konnte.

Die Filmerei benötigte seine Zeit und gegen 18.00Uhr erreichten wir die Zwinglipasshütte. Rolf stieg nach kurzem Durstlöschen nach Wildhaus ab während die restlichen Teilnehmer noch weiter über die Höhlen im Alpstein plauderten.

Der Film wird am 1. August um 18.15Uhr auf Tele Ostschweiz gesendet.

Die Filme 2015 können unter http://tvo-online.ch/vom-bodesee-in-alpstei angesehen werden.

Für 2016 heisst die Serie: «De Alpstei und sini Gheimnis». Link: http://www.tvo-online.ch/mediasicht/44105

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Osterausflug 2016, Franche-Comté

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 31.03.2016 14:14

Der diesjährige OGH-Osterausflug führte uns nach Nans-sous-Sainte-Anne im Franche-Comté. Neben dem Primärziel, dem Reseau Verneau wurden auch verschiede weitere Höhlen besucht. Ebenso gab es für die stattliche Anzahl Teilnehmer auch ausserhalb der Höhlenwelt verschiede lohnenswerte Ziele zu besuchen. Besten Dank an das Organisationskomitee.

Fotos

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Geri Rüegg, 5.12.1951 – 23.1.2016

erstellt von Stephan Billeter zuletzt verändert: 05.02.2016 17:37

Ein Nachruf von Oliver Knab:

Gerhard Rüegg war mein bester und vertrautester Höhlenpartner. Sein Hauptinteressensgebiet lag in der Karstologie, wo er zahlreiche Arbeiten erstellte. Seine letzte grosse Publikation war eine Arbeit über Konglomeratkarst.

Eines seiner Lieblingsforschungsgebiete war das Gluristal beim Brisi in den Churfirsten. Hier topographierte er zahlreiche Schächte, wofür er anlässlich eines nationalen Kongresses ausgezeichnet wurde.

Ich sandte Ihm in den letzten Jahren alte Ansichtskarten der Churfirsten zu, sodass im Laufe der Zeit eine kleine Ansichtskartensammlung entstand. Ursprünglich wohnte Gerhard in Zürich, doch bald zog er in das Département Doubs in Frankreich, nach Clerval. Hier bewohnte er ein kleines Haus an der Rue du Quartier Nr.6.

Meine Höhlenbefahrungen mit Gerhard Rüegg waren das Treffen mit einem aussergewöhnlichen, sensiblen Menschen. Wenn wir im Walde nach einer Höhle suchten, wurde aus Gerhard eine Symbiose von Wald und Mensch. Ich hatte das Gefühl, er verschmelze mit der Wald- und Felslandschaft.

Seine Bescheidenheit war unermesslich, denn er hatte nur gerade das Nötigste dabei: seinen Holzstock, das Überkleid und ein Helm mit Geleucht.

Sein Charakterzug war einmalig und reflektierte unser Sehnen nach unterirdischen Gefilden. Sein äusseres Erscheinungsbild war irgendwie auch mit Wald und Höhlen verbunden.

Gerhard Rüegg ist unersetzlich. Wir werden Ihn als aussergewöhnlichen Menschen in Erinnerung behalten.

 

Oliver Knab, 03.02.2016

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Abschluss der Sommer/Herbst-Forschungssaison im Wägital

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 07.12.2015 11:27
Nicht zuletzt das gute Herbstwetter trug dazu bei, dass die vergangene Forschungssaison als sehr erfolgreich bezeichnet werden darf. In der Zwischenzeit hat es eingewintert und bald wird die gewohnte, meterdicke Schneedecke über den allermeisten Eingängen liegen. Total sind ca. 1.4 km Neuland vermessen und 26 Eingänge neu entdeckt worden. Damit stieg die Anzahl Höhlen im Wägitaler Karst auf über 400 und die Gesamtlänge auf über 33 km.
Unbestrittenes Highlight war sicher die völlig unerwartete Entdeckung in einer Höhle, in der wir eigentlich schon seit längerem arbeiten, die grossdimensionierte Fortsetzung aber bislang nicht beachtet worden war. Nach einem Schlotaufstieg und anschliessender Traverse führt hier ein recht grossdimensionierter Gang wetterführend weiter ins Bergesinnere. Ein erster Vermessungsvorstoss brachte bereits 160 m Neuland. Wir erwarten noch einiges an Potenzial und möglicherweise werden sogar Zusammenschlüsse mit weiteren Grosshöhlen in der Gegend am Lachenstock zum Thema. Die Arbeit wird uns also auch im kommenden Jahr nicht ausgehen!
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