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erstellt von Administrator — zuletzt verändert: 30.10.2019 19:30
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Forschungslager 2020 Zwinglipass

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 06.09.2020 18:39

Aufgrund der aktuellen Situation wurde die Zwinglipashütte mit einem reduzierten Betrieb bewartet. Das hat uns aber nicht abgehalten auch dieses Jahr ein Forschungslager durchzuführen. Diesmal hatten wir sehr unterschiedliches Wetter. Von starken Niederschlägen bis zu heissen Sommertagen haben wir alles geboten bekommen.

Für einmal waren die Schneeverhältnisse für uns sehr gut. Bei der Schneehöhle öffneten sich die Eingänge, die bisher durch Schneepfropfen verschlossen waren. Von oben konnten verschiedene Gänge neu bearbeitet werden. Faszinierend sind die Elipsengänge und die unterschiedlichen Temperaturverhältnisse. Hier warm, 2 m im Nebengang eiskalt. Da die Schneehöhle wieder von oben begangen werden kann, brachen wir die Überwachung der Höhle ab. Inzwischen wurden über 1000m Nachvermessen und immer wieder trifft man Überreste von vergangenen Forschungstouren an. Bisher vom Eis verschlossene Gänge wurden bearbeitet.

In der Zone R5 wurde der R5_69 vermessen. Obwohl im Eingangsbereich kein Schnee mehr vorhanden war, musste er ab dem zweiten Schacht im Wasser eines Bächleins befahren und vermessen werden. Die vielen Wassertropfen erschwerten dabei die Vermessung mit dem Disto so sehr, dass diese oberhalb des letzten Schachtes abgebrochen werden musste. Am Schachtboden verschwindet das Wasser zwischen Versturzblöcken.

Im Z7 wurden insgesamt 4 Fragezeichen bearbeitet und gelöst. Die Höhle war Dank der fehlenden Schneeschmelze an der Oberfläche sehr trocken. Dadurch konnten wir den berüchtigten nass und kalten Affenschlot wieder in Angriff nehmen. Trotzdem hat er den Ruf nicht verloren. Dank eines sehr effizienten und gut motivierten Teams wurden jedoch die 2 letzten Äste fertig erklettert und vermessen. Anschliessend wurde der ganze Affenschlot-Bereich ausgerichtet und damit abgeschlossen. Weitere 2 Schlotte im Bereich des Einfamilienhausblocks und Lölligang wurden ebenfalls erschlossert, vermessen und ausgerichtet. Nun bleiben im Hauptgang-Bereich nur die 2 grossen Schlotte übrig.

Das Kuhloch D11 war diesen Sommer bereits begehbar und so durften wir zwei Tage weiter forschen. Beim «Harry Potter Zauberstab» konnte die Engstelle überwunden werden. Doch leider folgte gleich darauf eine weitere Engstelle. Diese war über rund 6m kriechbar, bis die Spalte zu einem unpassierbaren Schlitz verkümmert. Über den östlichen Gang konnten ordentliche Fortsetzungen erreicht werden. So wurde ein phreatischer Meander angeschnitten, welcher sich in zwei Gänge aufteilt. Der untere Gang wurde bis zum Ende vermessen und wieder ausgerichtet. Der obere Gang ist bereits über ca. 40m weiter eingerichtet, aber noch nicht vermessen. Fortsetzung noch offen. Insgesamt bestehen noch etwa 5 weitere Fortsetzungen, welche später ebenfalls noch erforscht werden wollen. Der D11 entwickelt sich weiter zu einer stark verästelten Höhle grösseren Ausmasses. Die Länge beträgt nun mehr als 400m bei einer Tiefe von 70m.

 

Text: Rolf Sorg, Tinu Reber, Fredy Fleury, David Stadler, Richard Graf

Fotos: folgen

Forschungslager Wägital 2020

erstellt von Stephan Billeter zuletzt verändert: 15.08.2020 07:25

In diesem Jahr erlebte das Forschungslager Wägital wieder einmal eine Rekordbeteiligung. Da einige neue Mitglieder vor Ort waren, wurde die Gelegenheit genutzt, um etwas Ausbildung zu betreiben. Analog zum Wetter ist auch die Bilanz etwas durchzogen: So hatten wir abwechslungsweise mit grosser Hitze, Gewittern, zwei Tage Dauerregen und anderen netten Plaisierchen zu kämpfen.

Unsere Aktivitäten während der Woche konzentrierten sich auf drei Bereiche: Mehrere Grabungstouren wurden bei z.T. widrigen Verhältnissen in der Lufthüttenhöhle durchgeführt – man kommt weiter... Unterstützt wurden wir von unserem neuen Grubenhund und einem Grabhund – tatsächlich begleitete uns 'Rippy', ein Jack Russel Terrier, auf einer Tour bis zur Grabstelle im Mammutgang!

Prospektionen wurden im Löcherenwald durchgeführt und immerhin ein Schacht neu gefunden. Diese Zone ist somit definitiv abgeschlossen.

Im oberen Karrenfeld haben wir einen grösseren Sektor in der Zone A am Fusse des Ochsenkopf abgesteckt. Hier fanden sich doch einige ganz interessante Mittelhöhlen von max. 75 m Länge. Neu bearbeitet wurde dabei der Schacht A5 (-86 m), der bereits von unseren Vorgängern mind. teilweise erforscht wurde. Auch ein weiterer, schöner 45m-Schacht war früher bereits befahren worden. Gescheitert ist dafür der Versuch, im Bermudaschacht weiterzukommen. In diesem Jahr ohne viel Schnee versperrte uns bereits auf etwa 25 m Tiefe ein Schneepfropfen das weitere Vordringen. Der ganze Bereich in einer Höhenlage von ca. 2000 m wirkt jedoch ziemlich interessant und lässt die Hoffnung auf ein etwas grösseres System neu aufkeimen.

Text: A. Dickert / St. Billeter

Exkursion mit der NGW

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 15.08.2020 07:15
Exkursion mit der NGW

Von der Batzberghöhle weiter zur Echohöhle

Höhlen im Zürcher Oberland

Als wir die Idee des Inventars hatten, waren wir uns der Folgen nicht so bewusst. Das Interesse an den Unterhöhlungen in der Felsenlandschaft des Zürcher Oberlandes war/ist grösser als erwartet.

Nach Erscheinen des kleinen Buches «Höhlen im Zürcher Oberlandes» (OGH – HP155/2019) gings los.

Bei den Anfragen für Vorträge und Exkursionen gingen wir von 15 bis 20 Zuhörern oder Teilnehmern aus. Vorträge am Naturmuseum Winterthur und der Volkshochschule Winterthur waren sehr gut besucht und die Exkursion mit der NGW war auch ein Erfolg. Immer war die Teilnehmerzahl > 40 Personen. Auch die lokalen Medien (Landbote, Zürcher Oberländer) nahmen sich dem Thema an.

Vergangenen Samstag (20. Juni) führten wir mit der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Winterthur eine Exkursion von Wald zur Echohöhle (Referent: Peter Heierle) und nach Rüti zur Batzberghöhle (Referent: Hans Stünzi AGS-R) durch.

Obwohl die Mitglieder von OGH, AGS-R und NGW das Buch gratis (im Mitgliederbeitrag enthalten) erhielten, konnten bis heute nochmals rund 100 Stück verkauft werden. Dank dem Erlös sind weitere Inventar- und Forschungsarbeiten im Zürcher Oberland möglich. Inzwischen besuchten wir weitere Tobel und fanden neue Unterhöhlungen. Bald ist auf der Webseite (http://www.ogh.ch/aktivitaeten/projekte/Hoehlen_ZO) mehr zu lesen.

Auskünfte erteilen: Peter Heierle oder Richard Graf

Text: Richard Graf; Foto: Franziska Blum (AGSR)

Aus dem Materiallager 3/3: Eine Art Stollenhunde für Grabstellen

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 15.08.2020 07:16

Aus den Beständen des Militärs konnten wir eine Arte Stollenhund für das Höhlenmaterial sichern. Das Material ist identisch mit dem Material der Rettungsbahre des SpeleoSecours und ist dieser auch sonst sehr ähnlich.

Die neuen Stollenhunde besitzen je hinten und vorne eine Öse für die Montage von Zugseilen. Zudem sind sie mit Chromstahlkufen am Boden versehen.

Ein Exemplar ist inzwischen erfolgreich an der Grabstelle in der Lufthüttenhöhle im Einsatz.

Noch ein paar Bilder des Stollenhunds:

Aus dem Materialdepot 2/3: Neues Material für die Markierung von Fixpunkten der Aussenvermessung

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 15.08.2020 07:17

Eine dauerhafte Vermarkung von Vermessungspunkten der Aussenvermessung ist immer wieder ein Thema. Neu steht im Materialdepot ein Set aus rostfreiem Stahl zu Verfügung:

  • Unterlagscheiben 30mm mit einem 6mm Loch für die Vermarkung
  • Rostfreie Schrauben
  • Schlagbuchstaben und -zahlen für die Beschriftung der Unterlagscheiben mit den Nummern der Fixpunkte
  • Massiver Untergrund für die Beschriftung mit Schlagbuchstaben
  • Schrauben und Dübel für die Montage zusammen mit Schraubenschlüssel

Die Unterlagscheiben können einfach mit den Schlagbuchstaben und -zahlen nach den Bedürfnissen der Region beschriftet werden. Dies garantiert eine langfristige Markierung der doch so wertvollen Messpunkte. Für das Loch im Felsen kann ein normaler 8mm Bohrer verwendet werden.

Ende Mai wurden die ersten dieser Fixpunkte im Wägital erfolgreich montiert.

Hier bei der Einmessung des Fixpunktes vor dem Schwalbenkopfloch via RTK-GPS am 30.5.2020.

Aus dem Materialdepot 1/3: Neues Klettermaterial

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 03.06.2020 23:00

Inzwischen sind vier neuen Vertikalsets eingetroffen und lösen die alten ab. Die Sets stehen ab dem Juli-Höck für Besucher, Anfänger oder Wiedereinsteiger zu Verfügung.

Beim neuen Material wurde darauf geachtet, dass es weitgehend mit den Anforderungen der SGH-Schulungskommission kompatibel ist.

Die noch brauchbaren Einzelteile aus den alten Vertikalsets werden an der MV-2021 zu geringen Kosten in Form eines Flohmarktes abgegeben. Weitere Informationen dazu folgen dann in der entsprechenden Einladung.

Räumliche Verteilung der OGH-Mitglieder

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 01.05.2020 10:05
Mitglieder der OGH kommen aus (fast) allen Ecken der Schweiz. Diese Karte zeigt, von wo unsere Mitglieder alle kommen.

Die OGH hat ein grosses Einzugsgebiet. Nicht nur was die Höhlengebiete angeht, auch von wo alle unsere Mitglieder stammen.

Im Rahmen der Diskussion um unser Klublokal in Uster war dies eine gute Gelegenheit, dies als Karte zu visualisieren. Et voilà.

Die Karte zeigt die Wohnorte unserer Aktiv- und Passivmitglieder sowie die regelmässigen Höckbesucher:

  • Rote Punkte: Passivmitglieder
  • Blaue Punkte: Aktivmitglieder
  • Grüne Punkte: Regelmässige Höckbesucher
Es gibt aber noch mehr interessante Informationen:
Hinter der Karte steht keine Zauberei oder Handarbeit, sondern ein cooles Tool der swisstopo mit welchem Ihr Postadressen in Koordinaten umrechnen könnt. Ihr findet die Details hier.
Noch für die nochmehr Interessierten:
Das Geocoding basiert auf einem REST-Service der swisstopo. Die Details dazu findet Ihr hier. Um die Koordinaten des Klublokals zu bestimmen reicht es einen entsprechenden Request abzusetzten (zum Beispiel in einem simplen Python-Skript). Und Ihr kriegt die Daten als JSON zurück. Beispiel: https://api3.geo.admin.ch/rest/services/api/SearchServer?searchText=Berchtoldstrasse%2010%20Uster&origins=address&type=locations

Höhlenpost Nr. 157

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 28.04.2020 21:58

Im Juni erscheint - COVID-19 hin oder her - die Nr. 157 unserer Vereinszeitschrift 'Höhlenpost'. Die Redaktion und der Vorstand wünscht allen ein tolles Lesevergnügen!

Coverfoto: Andreas Schwarz

Mitgliederversammlung 2020 & Familienausflug

erstellt von Stephan Billeter zuletzt verändert: 23.01.2020 18:24

Insgesamt 77 Mitglieder haben anlässlich der Mitgliederversammlung 2020 den Weg nach Wetzikon gefunden, den Verein aktiv mitgestaltet und das Sozialleben gepflegt – herzlichen Dank!

Auch der Sonntagsausflug fand grosses Interesse: Eine Nachzählung ergab nicht weniger als insgesamt 50 Teilnehmende vom Kleinkind bis zum 90-Jährigen.

Fotos

Rettungsübung der Kolonne 7

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 22.10.2019 21:53

Höhlenretter der Kolonne 7 probten am 19.10.2019 den Ernstfall im Churfirstengebiet.

Tagblatt Bericht Online

Tagblatt Bericht PDF

Forschungslager Sulzfluh 2019

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 24.09.2019 19:41
Forschungslager Sulzfluh 2019

Prospektion auf der Wyss Platte

Von 31.08. bis 06.09.2019 fand heuer bereits zum 13. Mal das traditionelle Forschungslager mit Höhlenforschern aus der Schweiz und Vorarlberg auf der Tilisunahütte im Rätikon (Vorarlberg) statt.

Obwohl das heurige Forschungslager leider nicht die ganz großen Entdeckungen brachte, konnten wir doch wieder einige Fragezeichen an der Weißplatte abschließen und vor allem die Oberflächenprospektion im Gebiet ein gutes Stück weiter vorantreiben! Mit bis zu 12 Teilnehmern war die Woche auch sehr gut besucht.

Highlights:

  • Bearbeitung von 3 neuen Sektoren an der Weißplatte mit insgesamt 16 neuen Kleinhöhlen
  • Erforschung des „Ibiza-Schlots“ im Weißplatten-Basistunnel bis zum Ansatz eines großen Gangfensters
  • Mehrere aufwendige Grabaktionen im Weißplatten-Höhlensystem

Aktuelle Ganglänge des Weißplatten-Höhlensystems:

  • Länge: 4206 m
  • Höhendifferenz: 512 m

Fotos:

C. Fritz, M. Reis, A. Klampfer, M. Andreatta

Mit dabei:

B. Hartmann, C. Fritz, A. Klampfer, A. Münger, Y. Weidmann, F. Fleury, E. Mäder, M. Honegger, M. Bovey, R. Bundi, M. Reis, M. Andreatta

Text:

Alex Klampfer

Forschungslager Zwinglipass 2019

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 09.09.2019 07:49

Das Forschungslager 2019 fand vom 13. – 19. Juli statt. Der extreme Schneefall vom Winter 2018 / 2019 hat für uns langfristige Folgen, schliesslich liegt auf 2’000 m ü.M noch mächtig Schnee. Der Schnee behinderte die Befahrung etlicher bekannter Höhlen. So konnten in der Zone H, F, Z und R5 weder bekannte Höhlen weiter vermessen, noch neue entdeckt werden. Der Frust hat sich bereits im Vorfeld zum Lager gezeigt. Durch die Webcam auf der Zwinglipasshütte konnte die Schneesituation laufend verfolgt werden. So kam es auch, dass sich einige wegen dem Schnee vom Lager vorgängig abmeldeten. Zudem hatten wir seit Jahren das erste Mal wieder einige Tage Regen während dem Lager.

Trotz des Schnees und Regens konnten in diesem Lager wieder einige Pendenzen abgearbeitet werden. So wurde die tiefergelegene Zone K bearbeitet, in welcher 4 neue Höhlen entdeckt und vermessen werden konnten. Zudem wurden altbekannte Höhlen wieder neu entdeckt und lagemässig korrigiert, da unsere Vorgänger noch ohne GPS unterwegs waren. Die meisten Teilnehmer haben sich dieses Jahr aber vorwiegend der Schneehöhle, welche zum Glück offen war, angenommen. Die ganze Woche durch haben 3 Teams an unterschiedlichen Stellen neue Fortsetzungen erschlossen und vermessen. So konnten hier Erfolge erzielt werden. Doch leider muss gesagt werden, dass sich das Eis in der Schneehöhle unaufhaltsam zurückzieht.

Rückblickend dürfen wir sagen, dass wir doch eine super Woche auf dem Zwinglipass verbringen durften. Durch das tolle Hüttenteam wurden wir immer bestens verpflegt. Dies konnte mittels Webcam sogar von Daheimgebliebenen beobachtet werden.

Text: Rolf Sorg

Bilder folgen

Forschungslager Wägital 2019

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 19.08.2019 23:26

Das diesjährige Forschungslager Wägital vom 1.-7. August litt etwas unter Teilnehmerschwund und wurde zwischenzeitlich etwas sarkastisch als IVW (Invaliden-Verein Wägital) bezeichnet. Suboptimal war auch der verschobene Zeitpunkt, unmittelbar vor dem Nationalen Kongress in Interlaken. Trotzdem darf das Lager einmal mehr als gelungen betrachtet werden, was nicht zuletzt am Wetter lag, das uns insbesondere etliche schöne Abende bescherte. In der ‚neuen‘ Zone S (Mutteri) wurde eifrig prospektiert, was schlussendlich zu zwei fertigen Sektoren plus einem weiteren Geländestreifen im Bereich der Alpweiden bzw. Buschzone führte. Total wurden 15 Objekte ins Verzeichnis aufgenommen, darunter einige, die bereits unsere Vorgänger in den 80er Jahren markiert hatten. Der obere Bereich gegen die Durchgäng war aber offenbar jungfräulich und hier gelang mit dem Bermudaschacht auch eine schöne Entdeckung. Die ausgesprochen kalte Schachthöhle führt mal vorläufig bis auf -93 m und besitzt eine Ganglänge von 222 m. Eine Fortsetzung scheint aber möglich und so wurde bereits etwas Material deponiert. Auf ca. -80 m öffnet sich in diesem Schacht eine recht grosse Halle.

Ansonsten handelt es sich wie üblich um meist kleinere Objekte von maximal 30 m Tiefe. Gegenüber der letzten Jahre hatte es dieses Jahr auffallend viel Schnee in den Schächten und noch einige Restschneefelder im Gelände.

Total haben wir unter Tag mehr als 450 m vermessen plus zusätzlich 1 km Oberflächenvermessung.

Text: Andy Dickert, Fotos: Thomas Schulzki, A. Dickert

Fotos

Durchquerung Lachenstock-Höhlensystem

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 28.07.2019 18:47

Am Samstag 6. Juli 2019 trafen sich insgesamt 12 OGH-ler im Wägital zur 1. 'offiziellen' Durchquerung des Höhlensystems nach dem im letzten Jahr erfolgten Zusammenschluss. Die muntere Schar bewältigte bei recht heissem Wetter die 1000 Höhenmeter bis zum oberen Eingang, um dann in der Höhle die willkommene Abkühlung zu finden. Ein abwechslungsreicher Parcours führte über ungezählte Stufen, Schlüfe, Gegenanstiege, Labyrinthe, Kletterstellen usw. insgesamt 1.8 km durch den Berg, wo die Teilnehmer am unteren Eingang nach ca. 6 h wieder das Tageslicht erblickten - für die langjährigen Forscher des Höhlensystems nach insgesamt 20 Jahren Tätigkeit fast schon surreal! Das Lachenstock-Höhlensystem misst nun fast 10.5 km Länge und ist damit in den Top 20 der Schweiz. Zudem ist es die erste Höhle der östlichen Landeshälfte (abgesehen vom Muotatal) und die erste Höhle der OGH mit über 10 km Gesamtlänge.

Das dem Vernehmen nach ziemlich heftig-stürmische Gewitter hatten wir unter der Erde verpasst und wir konnten uns an einem schönen Sommerabend freuen - bei einem Glas Sekt, Bier, Cordon Bleu oder sogar einer Abkühlung im See.

Bilder

Text und Bilder: A. Dickert

Hochzeit am Walensee

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 03.06.2019 08:39
Hochzeit am Walensee

Sie sagten ja

Kürzlich erreichte Thomas nach der Überwindung mehrerer Engstellen die Ehehalle. Er wird in Bälde in das Forschungsgebiet am Walensee umziehen.

Wir wünschen den Beiden für die Zukunft alles Gute.

Text: Richard Graf

OGH-Osterausflug in den franz. Jura vom 19.-22.4.2019

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 02.05.2019 20:54
OGH-Osterausflug in den franz. Jura vom 19.-22.4.2019

Grotte de la Malatière

OGH-Osterausflug in den französischen Jura vom 19.-22.4.2019

Wiederum brach eine muntere und heterogene Schar von ca. 20 OGH-lern zur Osterzeit auf und besuchte einige Höhlen im franz. Département Doubs. Hervorragendes Quartier hatten wir im Chambres d'hôtes 'Les Charmettes' in Rang bzw. auf einem Zeltplatz bei L'Isle-sur-le-Doubs.

Wir haben gelernt, dass….

  • das Wetter an Ostern im Jura auch mal vier Tage durchwegs schön sein kann mit bereits frühsommerlichem Temperaturniveau. Die sonst üblichen Schlammorgien bei Regen, Schnee und Graupel waren so gaaanz weit weg...
  • unser Präsident zum Spezialist für aquatische Angelegenheiten mutiert ist
  • keinem Höhlenbeschrieb zu trauen ist, den man nicht selber gefälscht hat
  • die Bedeutung von 'feuchter Engstelle' durchaus flexibel zu interpretieren ist
  • ganz viele Teilnehmer vielleicht gerade oder wegen des schönen Wetters dringend eine Abkühlung brauchten und entweder freiwillig oder unfreiwillig ein Bad nahmen
  • Eingänge zu grossen Höhlen einfach zugeschüttet sein können
  • Lehm-/Wasser-Floating sich als neue Sportart etablieren könnte
  • es an einem Ostersonntag in dieser Gegend ein Ding der schieren Unmöglichkeit schien, irgendwo in einer Beiz ein Bier zu bekommen oder ein geöffnetes Restaurant zu finden
  • die Lieferung des Pizzakuriers die Teilnehmerschar offenbar vor unlösbare Probleme stellte
  • auch Wiedereinsteiger mit etwas den äusseren Umständen angepasster Ausrüstung den richtigen Tritt im Mäandergang schnell wieder finden können
  • und noch vieles mehr - eventuell, hoffentlich…

 

Besuchte Höhlen: Grotte des Orcières, Grotte du Creux de la Roche, Grotte de la Malatière, Grotte de la Tuilerie, Rivière Soutérraine de Lanans.

Herzlichen Dank an Simone für die sicher nicht immer einfache Organisation des Ganzen!

 

Text: Andy Dickert

Bilder: Diverse

1. SGH-Höhlenfotografie-Workshop in Vallorbe (FR)

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 24.01.2019 20:22
1. SGH-Höhlenfotografie-Workshop in Vallorbe (FR)

Grotte Vallorbe

Exakt am selben Datum wie der OGH-Mitgliederversammlung fanden sich fünf OGH-Mitglieder am 1. SGH-Höhlenfotografie-Workshop ein. Während zwei Tagen konnten wir unter fachkundiger Anleitung des Ausnahmefotografen Philippe Crochet in der Grotte Vallorbe unser Können bei der Höhlenfotografie unter Beweis stellen. Zurück bleiben einige herausragende Fotos, Erinnerungen an spannende Vorträge, eine gemütliche Unterkunft mit Jacuzzi sowie zwei gesellige Abende mit SGH-Kameraden.

Foto: Andreas Schwarz
Text: Adrian Ochsenbein

Forschungslager Wägital 2018

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 29.10.2018 21:14

Das diesjährige Forschungslager Wägital bescherte uns vom 4.-10.8.2018 viel schönes und vor allem sehr heisses Wetter. Manche Teilnehmer wissen nun ganz bestimmt, wie sich Durst anfühlt! Infolge der Trockenheit gestaltete sich die Wasserversorgung zum ernsten Problem. Die wenigen gewittrigen Regenschauer brachten erst zum Schluss der Woche eine leichte Entspannung.

Das gute Wetter ausnützend, wurde vor allem viel Gelände prospektiert und rekognosziert. Entgegen den Erwartungen erwiesen sich die letzten beiden Sektoren im Rederten-Karrenfeld als sehr höhlenarm und waren bald abgeschlossen. Überraschenderweise fanden wir ausserhalb des Karrenfeldes in Richtung Redertengrat neben kleineren Objekten eine weitere Mittelhöhle, die Salamanderhöhle mit 56 m Länge und ordentlichen Dimensionen. Im neuen Gebiet, den Muttericharren, wurden die ersten Objekte erforscht und vermessen.

Ein nicht unerheblicher Aufwand und Einsatz von Hammer und Bohrmaschine war dieses Jahr nötig, um im KAO-Schacht den Schnee- und Eiswall im Eingangsbereich überhaupt zu überwinden - eine Überraschung am ansonsten heissesten Tag des Jahres! Der letzte Schlot ausgehend auf etwa -100 wurde bis in 56 m Höhe geschlossert (bei total 69 m vermessener Schlothöhe). Dann führt eine Traverse in NW-Richtung erneut zu einer spaltartigen Schachtserie. Diese führt über Stufen à 13 und 10 m in die Tiefe, eher die Sache unpassierbar eng wird. Somit ist der KAO-Schacht nach 13 Jahren Bearbeitungszeit mit 1'592 m Gesamtlänge abgeschlossen.

Daneben fand die obligate Grabtour in der Lufthüttenhöhle statt und das imposante Schwalbenkopfloch wurde für eine Fototour besucht. Zwei Forscher nahmen den weiten Weg zum Lachenstock-Karrenfeld auf sich, um den Zapfenzieher K15 neu einzurichten und ein Barryvox-Gerät im Hinblick auf eine mögliche Verbindung zur Lachenstockhöhle zu installieren.

Fazit aber: Das Gebiet Rederten ist weitgehend abgeschlossen und wir werden nächstes Jahr überwiegend in eine ganz andere Richtung starten - kürzer sind dort die Anmarschwege jedoch keineswegs!

Text: Andy Dickert

Heirat in der OGH

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 29.04.2019 08:53

Nachdem bereits im letzten Jahr zwei OGH-Mitglieder geheiratet haben, folgte auch dieses Jahr eine weitere Hochzeit von OGH-Mitgliedern. Am 21. September haben sich Christian S. und Simone B. das Jawort gegeben. Wir wünschen dem frischgebackenen Ehepaar alles Gute für die Zukunft.

Forschungslager Sulzfluh 2018

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 23.10.2018 10:58
Seit mittlerweile über 10 Jahren findet auf der Tilisunahütte im Rätikon (Vorarlberg) ein traditionelles Forschungslager mit Höhlenforschern aus der Schweiz und dem Vorarlberg statt.
Forschungslager Sulzfluh 2018

Rachenhoehle 3, Engstelle auf -160 Meter

Obwohl die ganz grossen Erfolge heuer vielleicht ausgeblieben sind, wurde mit dem erfolgreichen Tauchgang im Endsiphon des Weissplatten-Höhlensystems in über 500 m Tiefe ein grosses Kapitel in der Erforschung dieser Höhle abgeschlossen.

Bereits in den 80er Jahren wurde der Siphon über die damals noch Mäanderhöhle getaufte Höhle erreicht und seither wurde über eine mögliche Fortsetzung spekuliert. Im Rahmen der Forschungswoche 2018 gelang es schliesslich, den Siphon erfolgreich bis in eine Tiefe von über 10 m zu betauchen. Leider endet der grosse Siphonsee an einer verschlammten, nicht betauchbaren Engstelle. Der weitere Verlauf des unterirdischen Baches, welcher die tiefsten Höhlenteile durchfliesst, bleibt also bis auf weiteres verborgen.

Im Bereich des Regenschachtes im WP-System konnte schönes Neuland über teils spektakuläre Schlotaufstiege erforscht werden. Die teilweise beachtlich grossen Gänge enden jedoch jeweils an Sedimentverschlüssen.

Die weiteren Aktivitäten im WP-System konzentrierten sich auf die Erkundung von Schloten im Bereich des Stollwerks bzw. im Höhlenteil Antidepressivum - leider mit wenig Erfolg. Der Höhlenteil "Schlot der Guten Hoffnung" wurde komplett ausgebaut.

Im Bereich der Weissplatte wurde die Oberflächenprospektion weitergeführt und es konnten mehrer Kleinhöhlen neu erforscht werden.

In der Rachenhöhle 6 (2113/160) konnte der Kl. Rachenschacht bis in rund 170 m Tiefe bis zu einer bewetterten Engstelle erforscht werden. Ob es hier gelingt, weiter in die Tiefe der Sulzfluh vorzustossen, wird das nächste Lager 2019 zeigen. Die Rachenhöhle 6 stellt seit heuer eine weitere Grosshöhle im Bereich der Sulfluh dar.

Im Bereich des Rachens konnte zudem eine neue Mittelhöhle mit einer schönen, grösseren Halle entdeckt werden. Die Höhle wurde bereits ansatzweise erforscht und vermessen, Fortsetzungen sind vorhanden.

Aktuelle Basisdaten Weissplatten-Höhlensystem:

Länge: 4140 m, Höhendifferenz: - 512 m

Bilder: diverse Fotografen

 

Mit dabei: B. Hartmann, C. Fritz, A. Klampfer, W. Eberle, A. Münger, Y. Weidmann, F. Fleury, R. Lutz, E. Mäder, M. Honegger, M. Bovey

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Termine
Monatshöck November 04.11.2020 19:00 - 21:30 — Eventraum K1, Zeughausareal Uster
Dezember: Barbarahöck 02.12.2020 19:00 - 21:30 — Eventraum K1, Zeughausareal Uster
Mitgliederversammlung (MV) der OGH 23.01.2021 15:00 - 18:30 — Restaurant IWAZ, Wetzikon
SGH-Wintertreffen 06.02.2021 00:00 — Restaurant Mappamondo, Bern
SGH-Herbsttreffen 02.10.2021 00:00 — Château de Vaulruz
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