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Erfolgreiches Speleo-Wochenende 31.10. + 1.11.2015

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 05.11.2015 22:35

Das super Herbstwetter nutzend, waren am besagten Wochenende diverse Gruppen der OGH aktiv. Zusammenfassend dürfte es wohl forschungsmässig eines der erfolgreichsten Wochenenden der Vereinsgeschichte gewesen sein!

In einer Höhle im Gebiet Sihltal / Ybrig bestaunte eine Gruppe sagenhafte unterirdische Schätze und machte eifrig Bilder davon. Diese Höhle ist nun abgeschlossen, komplett vermessen, vollständig ausgerichtet und gesäubert.

Eine andere Gruppe war im Wägital aktiv und meisterte in einer seit langem bekannten Höhle eine Traverse zu einer mutmasslichen, früher nicht beachteten Gangeinmündung in luftiger Höhe. Tatsächlich führen hier grosszügig dimensionierte, phreatische Gänge Luftzug führend weiter ins Bergesinnere. Wir versprechen uns hier bedeutende Fortsetzungen, wobei die Erforschung recht materialintensiv werden dürfe.

Die wohl spektakulärste Entdeckung meldet unser Mitglied Thomas Schulzki aus Deutschland von der Reiteralm: „Bei einer Vortour am 25.10. hatte ich noch 100m Seil hochgebracht. Am 31.10.2015 konnten Berti Miele und ich die Erforschung und Vermessung fortsetzen. Ein zusätzlicher Anker unter dem Einstieg am Grund der Doline sorgte für Vermeidung der Steinschlaggefahr, die Vermessung bis zum Umkehrpunkt der letzten Tour ergab, dass dieser bei -117 m lag. Von da an zieht der Schacht weiter quasi senkrecht hinunter. Eine canyonartige Abzweigung etwas unterhalb mündet wahrscheinlich weiter unten ein. Bei -180 m gibt es eine Einmündung eines versinterten, kleinen Ganges. Bei -199 m drehten wir vor einer ca. 10 m tiefen Stufe um. Es scheint aber unvermindert weiter zu gehen, entsprechend dem Gepolter hinuntergeworfener Steine. Der Schacht ist durchgehend geräumig, die Horizontalerstrekung ist 28 m, was kaum mehr ist, als der größte Durchmesser der Einstiegsdoline.“

Der ursprünglich gefundene Name ‚Ihre Abgründigkeit‘ soll nun der Name der vormals Feuerhörndlschlund genannten Höhle sein.

Last but not least konnten auch unsere Vorarlberger Kameraden knapp hinter der Schweizer Grenze im Rätikon Erfolge feiern. Die erst vor wenigen Jahren entdeckte ‚Höhle im Verborgenen Kar‘ liegt auf ca. 2700 m ü.M. und misst nach der Entdeckung von weiterem, grossräumigen Neuland nun 1137 m Gesamtlänge. Während es sich bei den bisher bekannten Höhlenteilen hauptsächlich um vadose Canyonschächte handelte, werden die neu entdeckten Teile von phreatischen Röhren mit bis zu mehreren Metern Durchmesser geprägt. Dabei wurde auch ein weiterer Eingang entdeckt. Die offenen Fortsetzungen sind zahlreich (schriftl. Mitteilung A. Klampfer).

Text und Bilder: Andy Dickert

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