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Forschungslager (14. bis 22. Juli) auf dem Zwinglipass

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 15.09.2012 22:26

Zum 6. Mal trafen sich Höhlenforscher aus vier (OGH, AGN, HCA, SGH-L) verschiedenen Vereinen auf dem Zwinglipass zum Forschungslager. In den Mulden lag mehr Schnee als in früheren Jahren, was vor allem im «Schacht-Z7» und in der «Huldrychhöhle» wegen der Schneeschmelze zu stärkeren Höhlenbächen führte.

Damit das zu bearbeitende Gebiet nicht zu gross wird, beschlossen wir, die letztes Jahr begonnene Zone «G» ruhen zu lassen und beschränkten uns auf die Zonen «E» und «F». Im Gespräch mit den Alpsennen erfuhren wir auch die Flurnamen, in denen die neu zu erforschenden Höhlen liegen.

Das «Häxeloch (E7)» erstreckt sich bis heute über einer Länge von 143 m und erreicht eine Tiefe -63 m. Der wenige Meter daneben liegende «Schacht (E6)» ist mit dem «Häxeloch» verbunden. In der Zone «E» wurden noch weitere 3 Höhleneingänge gefunden. Die in früheren Jahren erforschten Höhlen «E1» und «E2» fanden wir nicht. Hier dürften die Koordinaten nicht stimmen, denn als wir mit einem GPS-Gerät die Eingänge suchten, standen wir bei den angegebenen Koordinaten inmitten von Rindern auf einer Weide anstatt vor einer Höhle.

Drei vielversprechende Schachteingänge wurden in der Zone «F» gefunden. Diese werden wir im Lager 2013 bearbeiten.

Im «Schacht-Z7» wurden während des Lagers verschiedene Fragezeichen geklärt. Die Schachthöhle führt nun weniger in die Tiefe, als wieder in die Höhe. 156 m Neuland wurden vermessen (130 m Westgang, 24 m Affenschlot). Die Schachthöhle ist mit einer Gesamtlänge von 809 m und einer Tiefe von –240 m nun die zweitgrösste Höhle im Alpstein. Erstmals setzten wir das SMS – Gerät von Beat Heeb ein. So erfuhren wir, wo sich die Forscher gerade in der Höhle bewegten oder wann sie mit dem Ausstieg begannen.

Die Mitglieder des HCA hatten Heimweh. Sie fanden auf der anderen Passseite (Kt. AI) eine Horizontalhöhle, die sie erforschen wollten. Die «Appenzellerhöhle», wie wir sie nennen, liegt in der Zone «R5» und ist bis jetzt 145 m lang und weist eine Höhendifferenz von ±29  m auf. Verschiedene Seitengänge müssen noch bearbeitet werden.

Damit wir in Zukunft alle Höhleneingänge und Höhlengänge im GIS erfassen können, benötigen wir die Daten elektronisch. Dies bewog uns, die «Huldrychhöhle» (P. Tanner HP66/1984) nochmals zu vermessen.

Mehrere Neumitglieder/Interessenten der OGH nahmen am Lager teil. Der Ausbildung wurde deshalb wieder grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Während drei Tagen war ein Maturand zu Gast, der nach einem Thema für eine Maturabeit suchte und, wenn der Betreuer einverstanden ist, auch fand.

Am Sonntag schlossen wir mit einem Besuch der «Schneehöhle», mit den imposanten Eisgebilden, das Lager unfallfrei ab.

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Text: Richard Graf

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