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Forschungslager Wägital

erstellt von Andreas Dickert — zuletzt verändert: 29.12.2009 19:11


Trotz der wenigen Teilnehmer in der zweiten Lagerhälfte war das letzte Forschungslager auf der Oberen Zindlen ein voller Erfolg, nicht zuletzt dank dem mehrheitlich schönen, sommerlichen Wetter. Unterstützt wurden wir zu Beginn dieser ersten Augustwoche von zwei jungen HöhlenforscherInnen, welche direkt aus dem Ausbildungscamp der SGH rekrutiert werden konnten. Die Einführung der elektronischen Höhlentopographie bedeutete auch im Forschungscamp eine spürbare Effizienzsteigerung der Vermessungsgruppen.>

Als wichtigstes Ereignis konnten die Arbeiten im Plattenloch abgeschlossen werden. Es wurden systematisch alle verbliebenen Fragezeichen angegangen und vieles musste aufgrund des extrem brüchigen Felsens aufgegeben werden. In der Mittleren Ebene wurden gleichwohl noch weit über 200 m Neuland in einem verwinkelten System entdeckt. Die endgültige Gesamtlänge der Höhle beläuft sich nun auf 2’512 m bei einer unveränderten Tiefe von 219. Bereits ist viel Material ausgerichtet worden.

Auch die Oberflächenarbeiten schritten zügig voran. Zwei recht grosse Sektoren lieferten 13 neue Objekte und etliche weitere, nicht vermessungswürdige Objekte. In beiden Sektoren waren die bedeutenderen Objekte (u.a. Herzhöhle) bereits in früheren Zeiten entdeckt worden, sodass uns hier quasi nur die Brosamen übrig blieben. Last but not least führt ein Objekt auf –30m an zwei Enden weiter in die Tiefe und wartet auf unsere Wiederkehr mit mehr Material. Der obere, östliche Teil des Karrenfeldes ist bis auf einen schmalen Streifen abgeschlossen. Es sind nun 152 im Archiv aufgenommene Höhleneingänge registriert, die zu total 15.2 km Höhlengänge führen. Insofern können wir nach 10 Jahren Tätigkeit in diesem Gebiet eine stolze Bilanz ziehen.

Nun wartet als letzter Akt noch der Abtransport des zum grossen Teil noch von den Vorgängergruppen angehäuften Materials. Als grossen Erfolg (und sicher auch Glück) ist zu werten, dass alle Forschungslager von 1999 bis 2009 abgesehen von harmloseren Blessuren unfallfrei verliefen. Wir hoffen, nächstes Jahr unsere Aktivitäten von der bedeutend komfortableren Lufthütte aus zu starten.

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