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Forschungswoche Zwinglipass 2010

erstellt von Richard Graf — zuletzt verändert: 08.08.2010 18:40
Die Forschungswoche Zwinglipass fand vom 17.-23. Juli im Alpstein statt. Schöne Erfolge konnten vor allem im Schacht Z7 verbucht werden, der auf eine Tiefe von 190m und eine Länge von 450m vermessen werden konnte.

Erstmals nach vier Jahren konnten wir das Gepäck mit Auto und per Alpbahn bis auf eine Höhe von 1800 m ü.M. transportieren. Mit 2- 3 Auf- und Abstiegen pro Person wurde das gesamte Material von der Chraialp (1800m ü.M.) in kurzer Zeit zur Zwinglipasshütte (2000m ü.M.) getragen.

Am Sonntag wurden von einer Gruppe im Z7 die Schutznetze, die vor Steinschlag im Schacht schützen, montiert. Ab Dienstag, nachdem die Montage der Steinschlagnetze abgeschlossen war, wurde mit dem Vermessen und weiteren Erforschen begonnen. Der heutige Stand der Vermessung: -190m Tiefe auf eine Länge von 450m. Die Erforschung der Schachthöhle ist noch nicht abgeschlossen.

Eine weitere Gruppe begab sich in die anlässlich des letzten Lagers gefunde Höhle C5, um diese zu vermessen und fertig zu erforschen. Die Zone C wurde während des Lagers fertig prospektiert, wobei zwei Kleinhöhlen (C6 und C7) entdeckt und bearbeitet wurden. Der Schnee in den Mulden war dieses Jahr recht stark geschmolzen, so dass wir in der Zone Z nochmals auf zwei Kleinhöhle (Z8 + Z9) stiessen. Unweit der Hütte war dieses Jahr der Schnee auch stärker geschmolzen als in anderen Jahren. In der Zone F fanden wir die «Hüttenzwerg Höhle (F5)», die sogleich erforscht und vermessen wurde. Diese Höhle könnte mit der seit längerem bekannten Zwinglipasshöhle zusammenhängen.

In der Zone G wurde eine Altlast, das Heidloch (G2), gesucht und gefunden. Der Schacht, der mit einem Schneekegel endet, wurde vermessen. Noch warten weitere Altlasten darauf, erledigt zu werden.
Dieses Jahr bestiegen einige von uns zum ersten Mal den Altmann (2436m ü.M), den Hausberg des Gebietes, entweder über den «Normalweg» oder das «Schaffhauser Kamin (1-2a)». Der Schacht auf der Nordseite des Gipfelgrates wurde von allen gesehen. Dieser wurde Ende der 1960er-Jahre bis auf -40m mit Leitern befahren. Damals verhinderte der Schnee am Schachtboden ein Weiterkommen. Der Schacht wird wohl noch etwas weiter auf seine Erforschung warten müssen. Wir haben weiter unten genug Arbeit.

Eine weitere Überraschung gab es in der Höhle am Altmann-Westgrat. Diese führt weiter in den Berg als bisher angenommen. Da die Gänge und Schächte teilweise vereist sind, werden wir diese in speziellen Aktionen bearbeiten.

Wir werden vermutlich im Herbst nochmals ins Gebiet aufsteigen und wenn nicht, erwarten uns die Höhlen vom 16. bis 22. Juli 2011.

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