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Geri Rüegg, 5.12.1951 – 23.1.2016

erstellt von Stephan Billeter zuletzt verändert: 05.02.2016 17:37

Ein Nachruf von Oliver Knab:

Gerhard Rüegg war mein bester und vertrautester Höhlenpartner. Sein Hauptinteressensgebiet lag in der Karstologie, wo er zahlreiche Arbeiten erstellte. Seine letzte grosse Publikation war eine Arbeit über Konglomeratkarst.

Eines seiner Lieblingsforschungsgebiete war das Gluristal beim Brisi in den Churfirsten. Hier topographierte er zahlreiche Schächte, wofür er anlässlich eines nationalen Kongresses ausgezeichnet wurde.

Ich sandte Ihm in den letzten Jahren alte Ansichtskarten der Churfirsten zu, sodass im Laufe der Zeit eine kleine Ansichtskartensammlung entstand. Ursprünglich wohnte Gerhard in Zürich, doch bald zog er in das Département Doubs in Frankreich, nach Clerval. Hier bewohnte er ein kleines Haus an der Rue du Quartier Nr.6.

Meine Höhlenbefahrungen mit Gerhard Rüegg waren das Treffen mit einem aussergewöhnlichen, sensiblen Menschen. Wenn wir im Walde nach einer Höhle suchten, wurde aus Gerhard eine Symbiose von Wald und Mensch. Ich hatte das Gefühl, er verschmelze mit der Wald- und Felslandschaft.

Seine Bescheidenheit war unermesslich, denn er hatte nur gerade das Nötigste dabei: seinen Holzstock, das Überkleid und ein Helm mit Geleucht.

Sein Charakterzug war einmalig und reflektierte unser Sehnen nach unterirdischen Gefilden. Sein äusseres Erscheinungsbild war irgendwie auch mit Wald und Höhlen verbunden.

Gerhard Rüegg ist unersetzlich. Wir werden Ihn als aussergewöhnlichen Menschen in Erinnerung behalten.

 

Oliver Knab, 03.02.2016

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