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Höhlen im Zürcher Oberland

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 02.05.2017 10:28

OGH-Mitglieder suchen für einmal nicht in den ausgedehnten Karstgebieten nach Höhlen, sondern in den Hügeln des Zürcher Oberlandes. Besser als Hügel wäre die Bezeichnung Tobel, denn die Eingänge zu den Höhlen liegen meistens am Ende eines Tobels. Dort stürzt der Bach über eine Felswand (Gubel) herunter. Durch Auswaschung der weicheren Mergelschichten bildeten sich im Laufe der Jahrhunderte die sogenannten Nagelfluhhöhlen (auch Konglomerat-Höhlen).

Für einmal sind die Kantonsgrenzen nicht die Grenzen des zu bearbeitenden Gebiets. Das angrenzende Goldingertal (Kt. SG) oder das östlich des Hörnli gelegene Aubachtal (Kt.TG) sollen mit in die Arbeit einfliessen.

Es war eher eine Schnapsidee, die alten Daten aus den verstaubten Archivschränken des OGH-Archivs wieder zu holen und als Ergänzung oder Erneuerung zu den vergriffenen Heften „Höhlen im Tösstal“ (Ausg. 1968/1971/1978) und „Erlebnis Tösstal“ (1998) ein neues Heft herauszugeben. Schwerpunkt sollen die Zugänge und Beschreibungen der Höhlen sein.

Erste Abklärungen ergaben eine breite Zustimmung. So machten wir uns an die Arbeit und konnten alsbald erste Resultate aufweisen. Die Täuferhöhle und das Hagheerenloch und die Tätschgubel wurden neu vermessen und begutachtet. In die Leeberghöhle, das Isaraloch, das Hagheerenloch und die Tätschgubel wurden Fototouren unternommen. Selten erhielt man bis heute einen so schönen (Foto) - Blick in die Höhlen, weil die Besucher von damals die Ausrüstung für gute Fotos nicht hatten. Verschiedene kleinere Objekte wurden besucht und der Zustand dokumentiert.

Bei der Übertragung der Daten in das Geographische-Informationssystem (QGIS) stellten wir Differenzen zu den Angaben der Landestopographie fest. Beim Besuch der Höhlen stellten wir weitere Differenzen fest. Wir werden dies klären. Liest man die Zugangsbeschreibung von unseren Kollegen aus den 1960er Jahren, so stellt man fest, dass sich seither einiges veränderte. Zu den bekannteren Höhlen führen heute Wanderwege mit entsprechender Beschilderung. Die Namen der Höhlen veränderten sich im Laufe der Jahre ebenfalls (z.B. Höhle am Hüttkopf –> Brandenfelshöhle) oder die Namen auf der Landeskarte änderten. (z.B. Lehberg –> Leeberg oder Gubeltäsch/Schwarzengubel -> Tätschgubel).

Wie weiter? Eigentlich müsste jedes OGH Mitglied (100 Aktivmitglieder) in den nächsten Wochen 10 Tobel (= 1000 Tobel) begehen und jeden Gubel oder Giessen begutachten und dokumentieren. Ein Beispiel: Die Wanderung von Wila über Hohlandenberg und Alt Landenberg nach Bauma dauert rund 2,5 Std.. Wir benötigten 5 Std., weil es im Tobel des Chämerlibachs Giessen hat, die genauer angeschaut werden mussten. Eine Drohne wäre da hilfreich und zeitsparend gewesen.

Die Bilder zeigen erste Ergebnisse unserer Tätigkeit im Zürcher Oberland.

 

Text: Richard Graf

Fotos: Adrian Ochsenbein, Andy Dickert, Andreas Schwarz, Mirjam Widmer, Richard Graf

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