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Kannibalismus in der Sternenhöhle?

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 31.03.2011 20:00

 

Die Sternenhöhle im Gebiet Hoch Ybrig war auch diesen Winter häufig das Ziel von Vermessungstouren. Die Gesamtlänge stieg dabei auf über 1.8 km. Dank dem neuen, elektronischen Messsystem mit DistoX und PDA haben die etwas unterbeschäftigten Vermesser Gelegenheit, die Höhle selbst ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu gehört auch die in der Sternenhöhle erstaunlich vielfältige Höhlenfauna. Bereits wurden einige bemerkenswerte Viecher gesichtet, fotografiert und teilweise von Fachleuten identifiziert. Darunter zählt auch eine offensichtlich troglobionte Milbe mit einer Grösse von 1-2 mm. Auf einem Makro-Foto wurde am  12.3.2011 ein Untertage-Drama festgehalten: Es ist deutlich erkennbar, wie die Raubmilbe offenbar gerade einen Artgenossen zerlegt. Räuberisches oder kannibalistisches Verhalten ist gemäss Wikipedia-Recherche bei Milben bekannt.

Kannibalen-Höhlenmilben? Radioaktives Grundwasser? Wir hätten für die Macher des Horrorfilms ‚The Descent’ noch ein oder zwei aktuelle Tipps, falls sie noch Ideen für einen eventuellen Teil III ihres Werkes suchen.

Die anderen Bilder zeigen weitere Höhlen-Mönsterchen aus der Sternenhöhle.

 

Text und Bilder: Andy Dickert

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