Sie sind hier: Startseite News

News

erstellt von Administrator — zuletzt verändert: 08.08.2010 18:39
Site News

Der unterirdische See auf dem Zwinglipass

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 15.10.2016 16:12

Die Schneehöhle auf dem Zwinglipass fasziniert wegen seiner Eisgebilde im unteren Höhlenteil. War dieser Teil in den 1980er-Jahren verschlossen, öffnete sich der Zugang in den 1990er-Jahren. Seither wird die Höhle beobachtet.

Im Juli 2015 folgte die grosse Überraschung: Kurz vor dem horizontalen Teil stiessen wir auf einen See, der jedes Weiterkommen verhinderte. Anfangs September 2015 war der See wieder abgelaufen.

Im Juli 2016 war natürlich die Frage, ob sich wiederum ein See gebildet hat? Ja er hat sich. Aufgrund der Vergleiche der Niederschlagsdaten 2015 zu 2016 hatten wir vor dem Einstieg in die Höhle das ungute Gefühl, zumal der übliche Luftzug fehlte.

Nun wollten wir natürlich wissen, ob sich der See bis anfangs September wieder entleerte oder nicht. Der Seespiegel sank bis zum 3. Sept. nur um ca. 70 cm und die Eissäule war sichtbar (Bild 002).

3 Wochen später stiegen wir wieder ein. Diesmal waren wir auf alles vorbereitet. Markus trug seinen Trockenanzug hinauf und bevor wir zur Höhle aufstiegen, testeten wir, ob die Steigeisen an die Füsslinge des Anzugs angepasst werden können. - Sie konnten-. Schliesslich waren wir beide froh, dass die Schlepperei umsonst war, der See war abgelaufen (Bild 004 zeigt die Säule aus Bild 002 von hinten) und die Eisformationen waren noch vorhanden.

Auf dem See bildete sich eine ca. 5 mm dicke Eisschicht. Aufgrund der Spuren die der See hinterlassen hat, gehen wir von einer Seegrösse von rund 80m (Länge) 12m (Breite) und 10m (Tiefe) aus. Die grösste Seetiefe beträgt 25m.

Die an diesem Tag beim Gangende gemessene Temperatur betrug 1.1ºC – Ausserhalb der Höhle betrug die Temperatur 10.3ºC.

Im Herbst werden wir an tiefsten Punkt (Bild 005) einen Drucklogger montieren, damit wir laufend über den Wasserstand in der Höhle informiert sind. Die Daten werden per GSM zum Server übertragen.

Die Eisflächen ändern sich dauernd. So war der Gang (Bild 007) vor drei Jahren eisfrei. Ende September 2016 konnten wir nicht aufsteigen.

Text: Richard Graf

Bilder: Simone Hale, Markus Hasenfratz, Richard Graf

Bilder

OGH-Kalender 2017

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 06.10.2016 08:41
OGH-Kalender 2017

Kalender 2017

Auch für das kommende Jahr gibt es wieder einen OGH-Kalender. Dieser enthält zwölf Fotos unserer Fotografen Andres Schwarz und Andreas Dickert. Der Kalender kann für unschlagbare SFr. 25.- bei Stephan Billeter bestellt werden. Einsendeschluss für die Bestellung ist der 6. November 2016.

Forschungslager Wägital 2016

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 11.08.2016 20:17
Forschungslager Wägital 2016

Prospektion

Das nunmehr 7. Wägital-Forschungslager in der Lufthütte fand vom 30.7.-5.8.2016 statt. Wir profitierten von mehrheitlich guten Wetterverhältnissen.

Es wurde eifrig prospektiert, durch die Karrenfelder gehüpft, gemessen und geschlossert. Entsprechend den meist recht hohen Temperaturen sorgten die gut gekühlten Biere und ein Wassermelonen-Salat nach einem heissen Tag in den Karren für die kulinarischen Höhepunkte.

Systematisch prospektiert wurden grössere Streifen im Löcherenwald und in den Redertencharren – jeweils mit sehr unterschiedlichen Resultaten bezüglich neu gefundener Objekte. Erneut konnten 12 Objekte neu ins Verzeichnis aufgenommen werden, wobei nur eine Höhle mit 63 m Gesamtlänge den Kleinhöhlenstatus überschreitet. Diese Höhle verläuft als zusätzliche Besonderheit gänzlich in den Drusbergschichten. Im KAO-Schacht konnte ein wichtiger und bereits im letzten Jahr sich abzeichnender Ringschluss vermessen werden. Ein Schlot wurde ca. 60 m hoch geschlossert und entwickelt sich mehr und mehr zum parallel verlaufenden Schachtast. Die Gesamtlänge liegt nun bei ca. 1400 m. Auch im Projekt X wurden nochmals 200 m in Seitengängen erforscht, doch hat sich der Traum von einem Zusammenschluss mit einer weiteren Grosshöhle verflüchtigt. Bei der Tour fanden wir ca. 70 m unter der Oberfläche einen erst seit kurzer Zeit toten Dachs. Der Hochwassereinbruch (verursacht durch ca. 40 mm Niederschlag innert 30 Min.) war eindrücklich, jedoch dank der guten Einrichtung kein Problem. Untertags wurden total ca. 550 m topographiert. Dazu gesellen sich noch gut 800 m Oberflächenvermessung.

Auch in unserem ‚hauseigenen‘ Grabobjekt in der Lufthüttenhöhle wurde weitergearbeitet. Dazu installierten wir eine Pumpe, die das in der Grabstelle regelmässig anfallende Wasser effizient absaugt.

Das ganze Lager verlief abgesehen von einigen obligaten Beulen, Blasen und Kratzern ohne nennenswerte Zwischenfälle. Bereits werden Pläne geschmiedet für künftige Unternehmungen, die Winterforschungen und natürlich das Lufthüttli-Lager 2017!

Text: Andy Dickert

Bilder

Zwinglipasslager 2016

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 10.08.2016 14:39

Geplant war, vor dem eigentlichen Lager drei Tage auf dem Pass Verschiedenes vorzubereiten. Doch für einmal hatten die Wetterfrösche mit ihren Prognosen recht. Der Mittwoch (13.7.) war noch erträglich, doch der Donnerstag (14.7.) bescherte uns rund 10cm Neuschnee und der Zustieg zu den Höhlen war zu gefährlich.

Die Sonne schaute am Samstag wieder durch die Wolken und unsere Kollegen erschienen auf dem Pass. Bald hatten sich alle eingerichtet und die Sucherei ging los. So fehlten Peter plötzlich die Stiefel. Alles suchen nütze nichts und ein Verdacht bestätigte sich schlussendlich. Wurde während des Lagers etwas vermisst, kam bald die Antwort: «Frag David!». Der Grund, David zog Peters Stiefel an.

In der Schneehöhle wurden die Temperaturlogger ausgetauscht und mit der Vermessung begonnen. In den Monaten Mai/Juni fiel wie letztes Jahr rund 410mm Regen und der untere Teil der Schneehöhle war überflutet. Wir werden Drucksonden installieren um feststellen zu können, ab wann sich der See im unteren Höhlenteil bildet.

Bereits am Samstag wurde eine erste Häxloch-Tour gestartet, der Eingangsschacht eingerichtet und das Disto in der Solothurnerhalle geeicht. Die folgenden Tage waren durch lange, herausfordernde und kräfteraubenden Touren bestimmt. Dabei wurde im Regenschlot zuhinterst im Flugschneisen-Mäander hoch geschlossert und dieser anschliessend vermessen. Leider konnten keine befahrbaren Fortsetzungen gefunden werden. Damit war die Arbeit im Flugschneisen-Mäander beendet und dieser wurde auf der letzten Tour ausgerichtet. Insgesamt wurden 4 Touren ins Häxloch unternommen.

Im Z7 bestand das erste Ziel im Durchgraben des Sedimentpfropfens im Picknickgang. Dahinter führt die Fortsetzung steil aufwärts und wird leider nach 10 Metern von einem Felsbrocken versperrt, der trotz mehreren Zerlegungsversuchen nicht beseitigt werden konnte. Der deutlich Luftzug und der Blick dahinter motivieren zu einem weiteren Versuch, diese Engstelle zu bezwingen. Unterhalb der Teehalle wurde die Galerie P vermessen. Sie führt zurück in den blockigen Weg. Hinter der Teehalle konnte der Hagelgang erklettert und vermessen werden, bis er nicht mehr begehbar ist. Bei der vierten Expedition wurde im Pingpong-Schacht ein voluminöser Gang entdeckt, der den Namen cochon maladroit erhielt, und seine ersten 50 m vermessen.

In einer ersten Expedition im F10 wurde die Engstelle im Rüebligang mit Hammer und Meissel vergrössert bis ein durchkommen möglich war. Anschliessend konnte der dahinter liegende Abschnitt mit 25m vermessen werden, bis eine erneute Engstelle den Weg versperrte. In einer zweiten Expedition konnte die mit Sedimenten blockierte Fortsetzung durchgraben werden.  Der Vorstoss endet an einem von Winterablagerungen verengten Loch, durch das ein starker Luftzug Richtung Ausgang bläst. Dahinter wird aufgrund des Halls ein grösserer Raum vermutet.

Die Kaltzithöhle (F4) wurde innert zwei Tagen neu vermessen. In der Höhle konnten neue unbekannte Gänge und Schächte entdeckt werden, so dass die Höhle nun eine Länge von 102m aufweisst.

Prospektion in Zone H. Insgesamt konnten 8 Eingänge lokalisiert werden. Die beiden Höhlen H1 und H8 wurden fertig vermessen. Beide mit je 17m. H1 eine kurze Schachthöhle welche in eine enge Spalte mündet, welche nicht weiter begehbar ist. Der H8 befindet sich in eine Spalte, welche weiter unten durch Blöcke versperrt ist. Die Spalte muss aber mit dem nahegelegenem H4 zusammenhängen, da die Räumungsarbeiten aus dem H4 durch die Blöcke hörbar waren. Bei H4 wird eine sehr grossräumige Höhle vermutet, dies aufgrund der langen Klangserie bei Steinwurf. Der Einstieg ist aber sehr Steinschlag gefährdet, dass aktuell noch keine Befahrung möglich war. Der Eingang konnte soweit geräumt werden, dass mit weiteren Sicherungsmassnahmen das nächste Mal eine Befahrung möglich wird.

Texte: Michel Bösch, David Stadler, Rolf Sorg, Fredy Fleury, Richard Graf,

Bilder

Filmen im Alpstein

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 02.08.2016 21:53
Filmen im Alpstein

Bereit für den Einstieg zum Filmen

Viktor Rohner produziert eine Filmreihe im dem der Alpstein eine zentrale Rolle spielt. Jeden Tag wird eine Wanderung unternommen und einem speziellen Thema gewidmet. Am 22. Juni lautete das Thema «Höhlen».

Rolf Sorg und Richi Graf fuhren am Morgen auf den Säntis und trafen im Rest. Alter Säntis die Filmschaffenden. Vom Höhlenfotografieren her sind wir uns gewohnt, dass solche Projekte zeitintensiv sind. So liessen wir die Wanderzeiten auf den Wegweisern unbeachtet und wanderten über den Lisengrat zum Rotsteinpass. Natürlich immer mit Zwischenhalten zwecks filmen. Die Vorbesprechungen mit allen Beteiligten führten dazu, dass wenige Sequenzen wiederholt werden mussten.

Auf dem Rotsteinpass wurden wir vom Wirtepaar Anita und Albert Wyss-Rusch empfangen und verköstigt. Gestärkt zogen wir zwischen 45 Steinböcken hindurch Richtung Altmannsattel weiter. Albert Wyss schaufelte in den reichlich vorhanden Schnee einen Weg und somit kamen wir ohne grösseren Probleme auf dem Altmannsattel an.

Oben angelangt,sahen wir den erwarteten Schnee. Rolf stieg etwas schneller ab um nach zu schauen, welcher Höhleneingang eventuell offen ist. Wir hatten Glück. Dank Höhlenwind und erwärmten Karstgestein war der Eingang zum F10 frei. Als Kameramann Andi mit Höhlenkombi und Helm eingekleidet bereitstand stieg er mit Rolf in die Höhle ein. Rund 25 m konnte ohne techn. Ausrüstung begangen werden.

Viktor interviewte Richi über die Höhelnforschung im allgemeinen und die Forschung auf dem Zwinglipass. Rolf präsentierte sich als Model mit der entsprechenden Ausrüstung die so gezeigt und erklärt werden konnte.

Die Filmerei benötigte seine Zeit und gegen 18.00Uhr erreichten wir die Zwinglipasshütte. Rolf stieg nach kurzem Durstlöschen nach Wildhaus ab während die restlichen Teilnehmer noch weiter über die Höhlen im Alpstein plauderten.

Der Film wird am 1. August um 18.15Uhr auf Tele Ostschweiz gesendet.

Die Filme 2015 können unter http://tvo-online.ch/vom-bodesee-in-alpstei angesehen werden.

Für 2016 heisst die Serie: «De Alpstei und sini Gheimnis». Link: http://www.tvo-online.ch/mediasicht/44105

Osterausflug 2016, Franche-Comté

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 31.03.2016 14:14

Der diesjährige OGH-Osterausflug führte uns nach Nans-sous-Sainte-Anne im Franche-Comté. Neben dem Primärziel, dem Reseau Verneau wurden auch verschiede weitere Höhlen besucht. Ebenso gab es für die stattliche Anzahl Teilnehmer auch ausserhalb der Höhlenwelt verschiede lohnenswerte Ziele zu besuchen. Besten Dank an das Organisationskomitee.

Fotos

Geri Rüegg, 5.12.1951 – 23.1.2016

erstellt von Stephan Billeter zuletzt verändert: 05.02.2016 17:37

Ein Nachruf von Oliver Knab:

Gerhard Rüegg war mein bester und vertrautester Höhlenpartner. Sein Hauptinteressensgebiet lag in der Karstologie, wo er zahlreiche Arbeiten erstellte. Seine letzte grosse Publikation war eine Arbeit über Konglomeratkarst.

Eines seiner Lieblingsforschungsgebiete war das Gluristal beim Brisi in den Churfirsten. Hier topographierte er zahlreiche Schächte, wofür er anlässlich eines nationalen Kongresses ausgezeichnet wurde.

Ich sandte Ihm in den letzten Jahren alte Ansichtskarten der Churfirsten zu, sodass im Laufe der Zeit eine kleine Ansichtskartensammlung entstand. Ursprünglich wohnte Gerhard in Zürich, doch bald zog er in das Département Doubs in Frankreich, nach Clerval. Hier bewohnte er ein kleines Haus an der Rue du Quartier Nr.6.

Meine Höhlenbefahrungen mit Gerhard Rüegg waren das Treffen mit einem aussergewöhnlichen, sensiblen Menschen. Wenn wir im Walde nach einer Höhle suchten, wurde aus Gerhard eine Symbiose von Wald und Mensch. Ich hatte das Gefühl, er verschmelze mit der Wald- und Felslandschaft.

Seine Bescheidenheit war unermesslich, denn er hatte nur gerade das Nötigste dabei: seinen Holzstock, das Überkleid und ein Helm mit Geleucht.

Sein Charakterzug war einmalig und reflektierte unser Sehnen nach unterirdischen Gefilden. Sein äusseres Erscheinungsbild war irgendwie auch mit Wald und Höhlen verbunden.

Gerhard Rüegg ist unersetzlich. Wir werden Ihn als aussergewöhnlichen Menschen in Erinnerung behalten.

 

Oliver Knab, 03.02.2016

Abschluss der Sommer/Herbst-Forschungssaison im Wägital

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 07.12.2015 11:27
Nicht zuletzt das gute Herbstwetter trug dazu bei, dass die vergangene Forschungssaison als sehr erfolgreich bezeichnet werden darf. In der Zwischenzeit hat es eingewintert und bald wird die gewohnte, meterdicke Schneedecke über den allermeisten Eingängen liegen. Total sind ca. 1.4 km Neuland vermessen und 26 Eingänge neu entdeckt worden. Damit stieg die Anzahl Höhlen im Wägitaler Karst auf über 400 und die Gesamtlänge auf über 33 km.
Unbestrittenes Highlight war sicher die völlig unerwartete Entdeckung in einer Höhle, in der wir eigentlich schon seit längerem arbeiten, die grossdimensionierte Fortsetzung aber bislang nicht beachtet worden war. Nach einem Schlotaufstieg und anschliessender Traverse führt hier ein recht grossdimensionierter Gang wetterführend weiter ins Bergesinnere. Ein erster Vermessungsvorstoss brachte bereits 160 m Neuland. Wir erwarten noch einiges an Potenzial und möglicherweise werden sogar Zusammenschlüsse mit weiteren Grosshöhlen in der Gegend am Lachenstock zum Thema. Die Arbeit wird uns also auch im kommenden Jahr nicht ausgehen!

Erfolgreiches Speleo-Wochenende 31.10. + 1.11.2015

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 05.11.2015 22:35

Das super Herbstwetter nutzend, waren am besagten Wochenende diverse Gruppen der OGH aktiv. Zusammenfassend dürfte es wohl forschungsmässig eines der erfolgreichsten Wochenenden der Vereinsgeschichte gewesen sein!

In einer Höhle im Gebiet Sihltal / Ybrig bestaunte eine Gruppe sagenhafte unterirdische Schätze und machte eifrig Bilder davon. Diese Höhle ist nun abgeschlossen, komplett vermessen, vollständig ausgerichtet und gesäubert.

Eine andere Gruppe war im Wägital aktiv und meisterte in einer seit langem bekannten Höhle eine Traverse zu einer mutmasslichen, früher nicht beachteten Gangeinmündung in luftiger Höhe. Tatsächlich führen hier grosszügig dimensionierte, phreatische Gänge Luftzug führend weiter ins Bergesinnere. Wir versprechen uns hier bedeutende Fortsetzungen, wobei die Erforschung recht materialintensiv werden dürfe.

Die wohl spektakulärste Entdeckung meldet unser Mitglied Thomas Schulzki aus Deutschland von der Reiteralm: „Bei einer Vortour am 25.10. hatte ich noch 100m Seil hochgebracht. Am 31.10.2015 konnten Berti Miele und ich die Erforschung und Vermessung fortsetzen. Ein zusätzlicher Anker unter dem Einstieg am Grund der Doline sorgte für Vermeidung der Steinschlaggefahr, die Vermessung bis zum Umkehrpunkt der letzten Tour ergab, dass dieser bei -117 m lag. Von da an zieht der Schacht weiter quasi senkrecht hinunter. Eine canyonartige Abzweigung etwas unterhalb mündet wahrscheinlich weiter unten ein. Bei -180 m gibt es eine Einmündung eines versinterten, kleinen Ganges. Bei -199 m drehten wir vor einer ca. 10 m tiefen Stufe um. Es scheint aber unvermindert weiter zu gehen, entsprechend dem Gepolter hinuntergeworfener Steine. Der Schacht ist durchgehend geräumig, die Horizontalerstrekung ist 28 m, was kaum mehr ist, als der größte Durchmesser der Einstiegsdoline.“

Der ursprünglich gefundene Name ‚Ihre Abgründigkeit‘ soll nun der Name der vormals Feuerhörndlschlund genannten Höhle sein.

Last but not least konnten auch unsere Vorarlberger Kameraden knapp hinter der Schweizer Grenze im Rätikon Erfolge feiern. Die erst vor wenigen Jahren entdeckte ‚Höhle im Verborgenen Kar‘ liegt auf ca. 2700 m ü.M. und misst nach der Entdeckung von weiterem, grossräumigen Neuland nun 1137 m Gesamtlänge. Während es sich bei den bisher bekannten Höhlenteilen hauptsächlich um vadose Canyonschächte handelte, werden die neu entdeckten Teile von phreatischen Röhren mit bis zu mehreren Metern Durchmesser geprägt. Dabei wurde auch ein weiterer Eingang entdeckt. Die offenen Fortsetzungen sind zahlreich (schriftl. Mitteilung A. Klampfer).

Text und Bilder: Andy Dickert

Bilder

Neuer Riesenschacht auf der Reiteralm!

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 22.09.2015 10:37

Gegend: Das Forschungsziel liegt in dem Karsthochplateau der Reiteralm (Reiteralmkalk auf einer Dolomitschicht), 20km südwestlich von Salzburg. Es gibt nur eine militärisch genutzte Seilbahn hoch, sonst nur Fußwege. Es wird seit 1977 von Mitgliedern der Höhlenforschungsgruppe Kirch­heim/Oberkochen mit wechselnder Intensität erforscht, das größte Objekt ist das Eisrohr-Bammel­schachtsystem (GL 8km, HD -495m), es gibt einige Höhlen jenseits der 300m Tiefe und eine auf 3km er­forschte Quellhöhle. Die tiefsten Höhlen sind der ZE-Schlinger (GL 3000m, HD -595m) und der Auf­reis­ser (GL 1170m, HD -650). Das Plateau ist je zur Hälfte deutsch und österreichisch.

Ziel/Vorgeschichte: Das Forschungsziel liegt im flacheren Nordplateau, das etwa zwischen 1500 und 1700 über dem Meer liegt: Grüner Karst. Die Höhle habe ich am 11.10.2014 bei einer ausgedehnten Such-/Wiederfindungstour gefunden. Am 23.8.2015 konnte ich mit Begleitung von Andy Scheurer und unseren Frauen die Eingangsdoline besichtigen. Ich fand am Boden einer großen Doline von 20m Tiefe zwischen dem Bodenversturz zwei gut befahrbare Fortsetzungen. Hinuntergeworfene Steine ließen einen tiefen, gestuften Schacht vermuten, der Blick mit der Scurion zeigte einen geräumigen Schrägschacht. Auch ein 10m entfernt liegendes Loch entliess Steine mit großem Gepolter in den Hauptschacht. In einer weiteren Tour hatte ich ein 90er-Seil am Eingang deponiert.

Tour: Ich bin aus beruflichen Gründen in der Schweiz und kann so Andy Dickert am Freitag mit nach Rosenheim nehmen. Wir konnten uns einen Kaser (=Almhütte) mieten und haben so die Möglichkeit, die erste Stunde des Aufstiegs mit dem Auto zu verkürzen. Nach 700Hm erreichen wir den Kaser rechtzeitig, um auf der nahe gelegenen DAV-Hütte noch Abend essen zu können.

Am nächsten Tag laufen wir bei zunächst gutem, dann zunehmend verhangenem Wetter zum Schacht­eingang. Der Weg über das Hochplateau ist sehr gut (teils militärisch genutzter Fahrweg) mit kleinem auf/ab. Zuletzt geht es etwas durch den grünen Karst bis wir vor dem Eingang stehen.

Andy beginnt nach Schwierigkeiten mit dem Pocket-PC mit der Vermessung, ich seile zur Doline ab. Ich hatte schon bei der Vortour an beiden Eingängen einen Anker gesetzt und entschieden, dass der westliche Eingang aus Sicherheitsgründen zu verwenden sei. Von diesem musste aber erst eine etwas tiefer liegende Kammer vermessen werden. Ich putze noch den Einstieg und dann geht es hinab. 20m unterhalb setze ich einen Messpunkt und darunter einen Anker. Ich möchte zu einem "Boden" 30m tiefer, aber der stellt sich als Balkon heraus. Aus Sorge, Steinschlag auszulösen, verharrt Andy am Einstieg, aus dem Vermessen wird ab hier nichts mehr. Der zunächst unter ca. 85° fallende Schacht wird nun senkrecht. Ich setze noch 2 Anker, die mich wieder etwas nach Osten bringen und in etwa 90m Gesamttiefe auf ein Sims mit Eis. Ich habe noch 5m Seil übrig. Der Blick hier ist grandios. Der ohnehin schon geräumige Schacht wird noch größer, er scheint sich nach Westen als hoher Canyon fortzusetzen, nach unten geht es aber großzügig runter bei ca. 8x8m Querschnitt. Einen Boden sehe ich nicht wirklich, ein Holzstück poltert gewaltig in die Tiefe. Mehr kann ich dem frierenden Andy nicht zumuten; die Verständigung ist schlecht. Ich steige auf und baue das Seil aus, Karabiner bleiben. Bald bin ich oben und wir ziehen gemeinsam das Seil hoch. Wir bauen auch das Eingangsseil aus und deponieren alles in einem Fass.

Wir schauen noch den anderen Eingang an: er hat in 16m Tiefe eine Stufe, aber Steine fallen viel tiefer. Er wird noch messtechnisch angehängt. Wir gehen zur Hütte zurück zum Abendessen. Beim Rückweg zum Kaser regnet es. Am nächsten Morgen regnet es immer noch, so dass uns nur der Rückzug bleibt. Um 10 Uhr sind wir beim Auto und können nach Schlüsselrückgabe in Wörgl noch Mittagessen. Dann trennen sich unsere Wege nach einer sehr erfolgreichen Tour.

Fazit: Der Schacht konnte auf ca. 90m Tiefe befahren werden, er wird sicher mindestens 150m tief. Ob er dann irgendwann kläglich im Dolomit verkümmert, verstürzt endet oder den lange ersehnten Weg in ein Horizontalsystem in diesem Teil des Plateaus bietet? Für die Weiterforschung sind unerschrockene Schachtforscher mit Vermessungskenntnis gefragt. Steinschlag ist sicher ein Thema, unterhalb des Einstiegs ist der Schacht aber solide.

Thomas Schulzki, Kolbermoor

Forschungslager Sulzfluh 2015

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 20.09.2015 14:14

Von 27.08. bis 05.09. fand dieses Jahr bereits zum neunten Mal das traditionelle Forschungslager auf der Tilisunahütte im Rätikon (Vorarlberg) statt. Organisiert wurde die mit 15 Teilnehmern gut besuchte Woche wie zuletzt wieder gemeinsam von Mitgliedern der Ostschweizer Gesellschaft für Höhlenforschung (OGH, www.ogh.ch) als auch vom Vorarlberg Höhlenverein (www.karst.at).

Mit rund 1,5 Kilometer an vermessenen Höhlenstrecken und einer vom Wettergott durchaus gesegneten Woche kann die (unfallfreie) Woche als sehr erfolgreich und wiederum unvergesslich bezeichnet werden. Als besonderes Highlight wurde am Wochenende der 30-jährige Geburtstag der Arbeitsgemeinschaft Sulzfluhhöhlen (AGSH) mit vielen extra angereisten Veteranen von damals gebührend gefeiert.

Die diesjährige Forschung konzentrierte sich v. a. auf das Karrenfeld der Weissplatte, wobei hier neben einer systematischen Neubearbeitung an der Oberfläche eine Neuvermessung der bereits bekannten Teile der Mänderhöhle (Teil des Weissplatten-Höhlensystems) am Programm stand. Während an mehreren Tagen in Teils brütender Hitze an der Oberfläche Sektor für Sektor abgesucht und neu bearbeitet wurde (mehrere neue Klein- und eine Mittelhöhle), konnte die Mäanderhöhle in zwei gezielten Einsätzen bis knapp oberhalb des Endsiphons komplett neu vermessen werden. Dabei wurden zahlreiche Seitenstrecken erstmals planmässig aufgenommen. Erstaunlicherweise zeigt sich die Höhle als sehr fortsetzungsfreudig und gerade der Biwakgang in rund 250 m Tiefe entpuppt sich als Eldorado für Schlotkletterer. Ein ganzer Tag wurde zuletzt schliesslich der Optimierung der Einbauten auf der Wegstrecke Eingang – Biwakgang gewidmet.

Im Höhlenteil WP-Schacht-93 wurde ebenfalls eifrig und schmutzig weitergeforscht. Die Erforschung des „Antidepressivums“ kann nun als mehr oder weniger abgeschlossen angesehen werden, lediglich im „Next Door“ finden sich noch unerforschte Schlotfortsetzungen, welcher auch ihre Erkundung warten. In einer längeren Tour wurde schliesslich noch eine Fortsetzung im „Schlot der guten Hoffnung“ verfolgt, welche jedoch trotz vehementer Versuche nicht den erwünschten Durchbruch erbrachte. Hier sind noch diverse Reststrecken offen.

Das Weissplatten-Höhlensystem stellt nun aktuell mit 3586 m vermessener Ganglänge und 516 m Tiefe die tiefste und längste zur Gänze in Vorarlberg gelegene Höhle dar.

Teilnehmer der Forschungswoche: Alex Klampfer, Benedikt Hartmann, Christian Fritz, Eckehart Hartmann, Yvo Weidmann, Michel Bovey, Roland Lutz, Jennifer Langer, Maja Honegger, Ewald Mäder, Elaine Oliver, Markus Andreatta, Mathias Andreatta, Andreas Münger, Fredy Flury

Bilder Alex Klampfer

Sihlhöhlensystem - Zusammenschluss

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 28.08.2015 20:36
In einer gut vorbereiteten Aktion wurden Heuloch und Sihlhöhle nun auch vermessungstechnisch zusammengeschlossen.

Am 22.8.2015 konnte endlich eine wichtige Pendenz erledigt werden - die Neueinrichtung mit gleichzeitiger Vermessung des Heulochs mit Anschluss an das Sihlhöhlensystem. Die Vorbereitungen waren intensiv und aufwändig, die Zweifel am Gelingen der Sache aufgrund der Niederschläge am Mittwoch zuvor gross. Doch schliesslich konnten wir in zwei Gruppen bei guten und sicheren Bedingungen in dieser wasserführenden Schachthöhle arbeiten, nachdem wir nun doch bereits 3 Jahre auf den richtigen Moment warten mussten.

Etwa 30 Jahre zuvor  waren die schönen Schächte des Heulochs durch die Gruppe rund um René Scherrer das letzte Mal befahren worden. Alle noch vorhandenen Befahrungseinrichtungen aus dieser Zeit wurden ausgerichtet, was zusammen mit dem neuen Material eine wahre Materialschlacht ergab.Ab -40 m wurden die Schächte auf dem Rückweg auch gleich wieder ausgerichtet.Die zweite Gruppe hatte nochmals gut 100 m Seil dabei, um den trockenen Seitenschacht neu einzurichten und zu vermessen. Dank der Fahrbewillung und Kälins Familienbus konnten wir bis zur Alp Hinterofen fahren - ein Dank also auch an Röbi Kälin.

In 142 m Tiefe setzten wir den Verbindungspunkt zur Sihlhöhle und bewunderten die schön versinterten Gänge an der Basis der Schachtzone. Die Auswertung ergab eine ausgezeichnete Genauigkeit der ca. 850 m Vermessung untertags plus etwa 150 m Oberflächenvermessung. Das gesamte Höhlensystem ist bis jetzt knapp 2 km lang und nun können wir uns in Ruhe dem Neuland widmen.

Teilnehmer: Christoph Kälin, Michi Höttl, Fabrice Franz, Maja Honegger, Ewald Mäder, Michel Annen, Andy Dickert

Text und Bilder: Andy Dickert

Bilder

Forschungslager Wägital 2015

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 06.08.2015 20:42

Bereits zum 6. Mal wurde das diesjährige Wägital-Forschungslager (25.7.-31.7.2015) in der Lufthütte durchgeführt.

Gearbeitet wurde in verschiedenen Sektoren der Zonen Mutteri und Rederten, jeweils abgestimmt auf die wechselhaften Witterungsverhältnisse. Erfreulicherweise konnten von der relativ kleinen Gruppe total 900 m Gänge erforscht und vermessen werden - deutlich mehr als im Regenjahr 2014 und wohl ein neuer Rekord für's Wägital-Lager! Allein der KAO-Schacht wuchs um fast 250 m auf nun 1'343 m Gesamtlänge. Die tiefe Zone ist nun abgeschlossen und generell zeichnet sich ein Ende ab.

In der Nähe der Lufthütte wurden im Urwald der Geisswellen einige Objekte neu gefunden und einige bereits bekannte nochmals befahren sowie alles an eine ausgedehnte Oberflächenvermessung angehängt. Im unwegsamen Gebiet wurde eine recht grosse Fläche systematisch nach Höhlen abgesucht.

Der prospektierte Sektor in der Rederten erwies sich als sehr höhlenreich und beschäftigte in der Folge v.a. die Zeichner mit einigen komplexen, kleinen Höhlensystemen mit bis zu 150 m Länge.

Trotzdem wir nun unsere Fühler definitiv in die Zone Mutteri ausgestreckt haben, wird uns das Rederten-Karrenfeld noch geraume Zeit beschäftigen.

Das ganze Lager verlief ohne Zwischenfälle in bester Stimmung. Nur der Ofen bereitete uns Probleme und sorgte am letzten Abend fast für eine Rauchvergiftung unter den Teilnehmern. Als Gegenmittel verabreichten wir eine Extraration Bier…

Bilder

Text: Andy Dickert, Bilder: T. Schulzki, A. Dickert, A. Scheurer

Forschungslager Zwinglipass 2015

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 26.07.2015 10:30
Vom 11. bis 17. Juli - Zwinglipasshütte

Temperaturen bis 25ºC auf 2000 m ü.M. erleichterten es uns die Höhlen zu besuchen, denn in den unterirdischen Räumen herrschten angenehmere Temperaturen. Das herrliche Wetter begleitete uns die ganze Woche. Nur am Montag reichte es für etwas Niederschlag (0.4mm).

Bearbeitet wurden dieses Jahr das Häxloch, die Schachthöhlen F10 und Z7. Der Plan die Schneehöhle neu zu vermessen wurde nur in der oberen Halle umgesetzt, weil der untere Teil unter Wasser steht. Das Häxloch, die Schachthöhlen F10 und Z7 wuchsen sowohl in Länge als auch in der Tiefe. Dank der sehr trockenen Bedingungen und der neu entdeckte Schachtzone kratzt der Z7 fast an der 1km Grenze (Gesamtlänge 930m). Erstmals stiessen wir in der neuen Schachtzone auf einen aktiven wasserführenden Höhlenteil. Würden wir unterhalb der Bergstation der Chreialpbahn einen horizontalen Stollen Richtung Altmann vortreiben, erreichten wir den tiefsten Punkt -244m der Schachthöhle.

Im F10 wurden 2014 östlich des Hauptganges neue Teile endeckt. Die verschiedenen Schachtstufen enden leider alle nach wenigen Metern auf der Druesbergschicht. Die Höhle erreicht inzwischen eine Gesamtlänge rund 480m und eine Gesamttiefe von 130m. Rund 60 Höhenmeter fehlen noch und der Schacht F10 würde im Westgang Bereich PicNic – Halle in den Z7 münden. Die horizontale Distanz ist überwunden.

Das Häxloch war erstaunlich trocken und es konnte weiter im Flugschneisen-Mäander gearbeitet werden. Eine fiese Engstelle wurde mit der Hilti-Methode verbreitert und erleichterte so den weiteren Vorstoss, welcher in einem noch zu erklimmenden tropfenden Schlot mündete. Zudem wurde ein weiterer Gang im Mäander erkundet, der wiederum in einen Schlot mündet. Aber im Gegensatz zum ersteren präsentierte sich dieser trocken. Auf der letzten Tour wurde dieser in einem Kraftakt bezwungen. Erschwerend war der Umstand, dass der „Anreiseweg“ zur Forschungsstelle aktuell zwischen 3.5h und 4.5h dauert – je nach Gepäck..

Die Schneehöhle überraschte uns alle. Eigentlich wollten wir unserem nordirischen Gast die Eisformationen zeigen, doch ein See kurz vor Ende der Abseilstrecke versperrte uns den Weg dazu. Wegen der Veränderungen der Eisformationen wollten wir die Höhle dieses Jahr neu vermessen. Dies konnten wir nur im oberen Teil erledigen. Der zweite Eingang war bei der Einmündung in die obere Halle auch verschlossen. Wird im Herbst nochmals angeschaut.

Bilder

Text: M. Bösch, F. Fleury, R. Graf, R. Sorg

Klimawandel im Alpstein?

erstellt von Richard Graf zuletzt verändert: 19.07.2015 21:07
Wie üblich in den letzten Jahren wollten wir am Forschungslager die Schneehöhle besuchen. Anstatt der sehr schönen Eisformationen (linke Bildhälfte) trafen wir nach der Abseilstelle einen See an (rechte Bildhälfte). Der See müsste durchtaucht werden.
Bild vergrössern: Klick auf das Bild.
Warum hier ein See gestaut wurde und wie es hinter dem See aussieht, klären wir zur Zeit ab. Der rund 25m lange einsehbare Gangteil weisst einen durchschnittlichen Querschnitt von 5x5m auf.
Text: Richard Graf (info@gratso.ch)

7 km in der Lachenstockhöhle erreicht!

erstellt von Andreas Dickert zuletzt verändert: 07.07.2015 15:03
7 km in der Lachenstockhöhle erreicht!
7 km  in der Lachenstockhöhle erreicht!

Im Labyrinth des Schlotlandes

Zwei erfolgreiche Touren konnten im Juni in der Lachenstockhöhle im Wägital durchgeführt werden. Während uns bei einer ersten Aktion extrem kalt-schmudeliges Regenwetter begleitete, hatten die acht Teilnehmer beim zweiten Anlass ideale Bedingungen und konnten einige ? abhaken und im sogenannten Schlotland weiter ins Neuland vordringen. Hier wartet noch Arbeit für die nächsten Jahre auf uns. Die Auswertung der Messdaten ergab eine neue Gesamtlänge von 7021 m.

Text: A. Dickert
Foto: E. Mäder

Erste Prospektion im 2015 im Wägital

erstellt von Adrian Ochsenbein zuletzt verändert: 09.06.2015 08:36

Das Ziel dieser Aktion war das Gebiet zwischen Löcherenwald und Bruchwald. Wer dieses Gebiet kennt, weiss was dies heisst: Steiles, durchzogenes, unwegsames und stark überwuchertes Gelände. Bevor wir das besagte Gebiet erreichten, machten wir noch eine kurze Fototour in der altbekannten Bruchwaldhöhle. Danach schlugen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes in die Büsche. Leider wurden in dem untersuchten Gebiet keine neuen Höhlen entdeckt. Nach dem gefühlten tausensten Übersteigen von am Boden liegenden Baumstämmen waren wir wieder im Tal, wo das Weizenbier lockte.

Bilder

Bilder: Andreas Dickert
Text: Adrian Ochsenbein

Das Karrenfeld der Sulzfluh von oben

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 26.04.2015 10:43

Ein eindrücklicher Film der Webseite Vorarlberg von oben zeigt das gesamte Karstplateau der Sulzfluh aus der Vogelperspektive. Wahrlich ein toller und neuer Eindruck der Landschaft. Viel Vergnügen beim fliegen.

Wasserherkunft in der Muttseehöhle bleibt ein Geheimnis

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 01.03.2015 20:56
Wasserherkunft in der Muttseehöhle bleibt ein Geheimnis

Zugang über die Baustelle des Kraftwerkes Linth-Limmern

Seit vielen Jahren stellte sich in der Muttseehöhle die Frage nach der Herkunft des Wassers in den grossen Schächten der Apokalypse. Ein bedeutender Wasserfall ergiesst sich im Sommer über die mehreren hundert Meter tiefen Schachtstufen, um kurz vor dem Biwak, in einer Tiefe von 650 Meter, zu verschwinden. Aber auch im Winter führen diese Schächte eine bedeutende Wassermenge.

Während mehreren Jahren wurde in diesem eindrücklichen Schachtsystem geschlossert. In einigen Touren wurde versucht, den grossen Wassereintritt, in dem zum Teil bis zu 20 Meter breiten Schlot und Schacht, zu erreichen.

Dank dem grosszügigen Entgegenkommen der Baustelle "Linthal 2015" konnten in diesem Winter die Bauinstallationen und die Seilbahn bis auf das Plateau des Muttsee's auf 2500 Meter über Meer benutzt werden. Ein sehr eindrücklicher Anmarsch mit Baustellenbussen und Bauseilbahnen durch die alten und neuen Stollen des Wasserkraftwerkes Linth-Limmern vereinfachte die Forschung erheblich. Mit dieser Vereinfachung konnte sogar eine (lange) Eintagestour von Zürich aus durchgeführt werden.

Dank einem umgebauten Barryvox am Eingang der Marmorhöhle konnte trotz 6 Meter Schnee der Eingang einfach aufgefunden und aufgegraben werden.

Im Januar und Februar konnten nochmals rund 60 Meter Schlotstufe erklettert werden. Um den Wasserfall zu umgehen, wurde auch eine weite Traverse auf die andere Seite des Schlotes eingerichtet. Es konnte das obere Ende der Schachtstufe und den Ort des Wassereintrittes erreicht werden. Leider führt die neu gefundene Fortsetzung nach nur knapp 20 Meter an eine enge und nicht erkletterbare Spalte aus welcher sich das gesamte Wasser ergiesst.

Und so bleibt das Wissen über die Herkunft des Wassereintrittes in der Muttseehöhle und das ersehnte dritte Parallelsystem neben der Muttsee- und Marmorhöhle ein Traum.

Bilder

 

Text: Yvo Weidmann

Fotos: Yvo Weidmann und Alex Klampfer

Voller Saal im Bündner Naturmuseum

erstellt von Yvo Weidmann zuletzt verändert: 01.03.2015 20:33

Im Rahmen der Vortragsserie Rendez-vous am Mittag des Bündner Naturmuseums konnte die Höhlenforschung im Rätikon (Drusenfluh, Sulzfluh und Wyss Platte) vorgestellt werden.

Das in grosser Zahl gekommene und sehr interessierte Publikum wurde über die Geschichte der Höhlenforschung der Region, die aktuellen Forschungen, die Geologie und Hydrologie sowie die modernen Mittel der Höhlenforschung (digitale Vermessung, GIS und Luftbildauswertungen) informiert.

In den Rängen der Besucher befanden sich auch einige Vertreter von Verwaltungen von benachbarten Kantonen, befreundeten Höhlenklubs und der ehemalige Direktor des Museums.

 

Text: Yvo Weidmann

Artikelaktionen
« Dezember 2018 »
Dezember
MoDiMiDoFrSaSo
12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31
Termine
MV OGH 2019 19.01.2019 15:00 - 23:30
SGH-Wintertreffen 02.02.2019 00:00 — Rest. Mappamondo, Bern
SpeleoSecours Region 7 - Technikkurs 06.04.2019 08:30 - 17:00 — Vermutlich Winterthur
SGH Delegiertenversammlung 2019 04.05.2019 - 05.05.2019 — Vallorbe
SpeleoSecours Region 7 - Rettungsübung 15.06.2019 - 16.06.2019 — Noch offen
Frühere Termine…
Kommende Termine…