06.09.2026: Wie wohl alle diesjährigen Forschungslager durften auch wir uns über das ausgezeichnete Wetter freuen. Selbst auf über 2000 m erwartete uns oft eine grosse Hitze. Da tat das tägliche Bad im Partnunsee richtig gut. Der Hot Pot durfte wegen des herrschenden Feuerverbotes nicht in Betrieb genommen werden, was allerdings in diesem Jahr locker zu verschmerzen war. Die nun zweite Auflage des Fola auf der Partnunstafel fand mit 10-13 Teilnehmern zwischen dem 8.-15.08.2026 wieder im gemütlichen Alphüttli statt.
Dank dem idealen Wetter gab es eine grosse Anzahl unterschiedlicher Aktivitäten zu verzeichnen:
– Div. Aussenvermessungen ausgehend vom Theodolit-Punk bei der Apollohöhle
– Neu-Einrichten von Apollohöhle-Marsgang mit Inox. Alte Seile tw. noch i.O.
– Div. Neu-Vermessungen in Apollo- und Oberer Seehöhle mit DistoX. Dabei die grossen Ringschlüsse in der Apollohöhle (mit den Eingängen Eishöhle und Mondhöhle) neu vermessen. Eine Auswertung der Daten steht noch aus.
– Befahrungen und Studium der Gangmorphologie und -anlage sowie der Sedimente in div. Höhle
– Fototouren: Weite Teile der Apollohöhle und Ob. Seehöhle und Munggenloch
– Auffinden von zwei bislang noch nicht im Verzeichnis vorhandenen Objekte: Obere Seeblickhöhle, Moosbalmhöhle (beide vermessen). Zwei weitere Objekte aufgefunden – diese sind aber bereits im Verzeichnis, wie im Nachhinein festgestellt. Vermessung Murmelihöhle.
– Prospektion im Gruoben-Karrenfeld – einige Objekte gefunden, aber noch nicht angeschaut
– Drohnenaufnahmen und -prospektion im Gelände
– Temperaturmessungen mit Präzisionsgerät
– Vermessung inkl. Zeichnung im zentralen Teil der Unt. Seehöhle, Beginn Neuvermessung Munggenloch
– Grabstelle in der Oberen Seehöhle reaktiviert
Die gesamten Sulzfluhhöhlen vermitteln punkto Morphologie, Gangentwicklung, Hydrogeologie usw. ein komplexes Bild. Wir versuchen, in kleinen Schritten immer mehr Zusammenhänge zu verstehen. Die Verbesserung der Vermessungsgrundlagen sowie möglichst systematische Aufzeichnungen sollen dieses Fernziel ermöglichen.
Wir hoffen, auch 2027 unser Fola wieder im gleichen Rahmen durchführen zu können und haben das perfekte Forschungswetter dazu bereits vorbestellt…